Oper nach der gleichnamigen Novelle von Theodor Fontane MUSIK SÖREN NILS EICHBERG, LIBRETTO CONSTANZE JOHN

Grete Minde, eine Halbwaise, wächst im Haushalt ihres lieblosen Halbbruders Gert und seiner Ehefrau Trud auf. Diese misstraut Grete, wohl weil ihre Mutter eine spanische Katholikin war und verbreitet, das Mädchen hätte etwas Böses an sich. Sie kann nur neidisch zusehen, wie unbefangen Grete und der Nachbarsjunge Valtin miteinander spielen und glücklich sind. Als Truds Feindseligkeiten immer unerträglicher werden, fliehen Grete und Valtin und schließen sich fahrenden Puppenspielern an. Einige Jahre später, sie haben inzwischen ein Kind, erkrankt Valtin schwer. Bevor er stirbt, muss Grete ihm versprechen, in die Heimat zurückzukehren und Gert um Verzeihung zu bitten. Gert weist sie jedoch hartherzig ab und bringt sie obendrein um ihr verdientes Erbe. Erschüttert und wahnsinnig vor Trauer, Hass und Wut geht sie mit einem brennenden Holzscheit durch die Straßen von Tangermünde und zündet die Stadt an. Sie ergreift Gerts und Truds Sohn und steigt mit beiden Kindern auf den schon brennenden Kirchturm. Sie schaut von oben in die entsetzten Gesichter der Menschen, auch in das ihres Bruders. Der Kirchturm stürzt ein – eine Stadt versinkt in Schutt und Asche.Die Zuschauer erwartet in Tangermünde ein hoch spannendes musikdramatisches Ereignis in beeindruckender historischer Kulisse. Nach der Uraufführung wird die Oper um die tragische Frauengestalt Fontanes nur noch zweimal am historischen Orte zu erleben sein, und zwar am 09. und am 10. September 2009, jeweils um 19:30 Uhr.