Puppenspiel für Kinder ab 3 Jahre
nach den Brüdern Grimm

Diese Geschichte ist eigentlich gelogen, Kinder, aber wahr ist sie doch, denn mein Großvater, von dem ich sie habe, pflegte immer, wenn er sie erzählte, zu sagen: „Wahr muss sie sein, mein Sohn, sonst könnte man sie ja nicht erzählen.“ Wie schön, wenn man die beiden Igel und den Hasen wirklich rennen sieht! Im Puppenspiel wird jede Geschichte wahrhaftig. Und welches Kind würde nicht den kleinen Igel anfeuern, der doch auf Grund seiner kurzen Beine so schlechte Chancen hat, das Rennen zu gewinnen? Aber der Igel hat eine Idee …

Der Sieg des Kopfes über die schnellen Beine – so können auch die ganz Kleinen schon begreifen, worauf es in ihrer Welt einmal ankommen wird.

Besetzung:
Nicole Weißbrodt
und Kerstin Dathe

Pressestimme: Lispelnder Hase auf Rekordjagd

Das Puppenspiel “Hase und Igel” feierte gestern Premiere im Theaterpädagogischen Zentrum (TPZ) des Theaters der Altmark. Fast 50 Kinder der Evangelischen Kindertagesstätte Stendal waren zur Uraufführung gekommen.
Die Geschichte vom dem Hasen und dem Igel von den Brüdern Grimm ist eigentlich jedem bekannt. Der Hase und der Igel veranstalten ein Wettrennen. Der Hase rennt so schnell er kann und verliert doch in jeder Runde, da der Igel schon lange vor ihm da ist.
Regisseur Ronald Mernitz findet in seiner Inszenierung “Hase und Igel” einen ungewöhnlichen Ansatz für die Geschichte. Denn der Hase hält in diesem Stück den Weltrekord im Ackerfurchenlaufen. Der Igel bewundert den Hasen und möchte auch so schnell laufen können wie der Hase.
“Ich möchte auch, dass meine Ohren im Wind fliegen”, sagt der Igel traurig zu seiner Frau, der Igelin. Das gemütliche Leben in seinem kuscheligen Heim reicht ihm nicht mehr. Die Bedenken seiner Frau kann er nicht verstehen. “Ich will aber den Weltrekord”, antwortet er trotzig. Der Igel möchte das Abenteuer wagen und spricht den Hasen an.
Nicole Weißbrodt erzählt die Geschichte von Hase und Igel und spielt die Figuren so einfühlsam, dass sich die zuschauenden Kinder immer wieder zu spontanen Zwischenrufen hinreißen lassen. “Armer Igel” oder “Böser, gemeiner Hase!” sind stetig zu hören. Freudig lachten die Kleinen als der Hase anfängt zu sprechen, denn er hat einen Sprachfehler. Er lispelt.
Die Geschichte gleicht nun in den Grundzügen der Erzählung der Brüder Grimm. Der Igel wettet mit dem Hasen um sein Kohlfeld und ist verzweifelt, da wer weiß, dass er nicht gewinnen kann.
Aber die Igelin hilft, und sie schmiedet den Plan den Hasen zu hintergehen. Igel und Igelin stellen sich jeweils an Start und Ziel auf, der Hase versucht schneller zu sein als der Igel, doch dieser taucht am Ziel immer vor ihm auf.
Der Hase will das Rennen mehrmals wiederholen und ist am Ende völlig erschöpft. Das Igelpärchen gewinnt und bekommt als Preis das Möhrenfeld des Hasen. Von nun an joggen sie gemütlich durch den Wald und gönnen sich danach leckeres Möhrenmus. So verträumt endet das Puppentheater. Es hat den kleinen Zuschauern offensichtlich so viel Spaß gebracht, dass sie ein Zugabe fordern. (…)
Jedes Kind ab drei Jahren kann mit dem Igel mitfiebern und ein bezauberndes Schauspiel genießen.