Musical von Cole Porter

nach dem Buch von Bella und Samuel Spewack

Schlag nach bei Shakespeare! Oder lieber doch nicht! Denn als Theaterleiter Fred Graham kurz vor der Premiere zu »Der Widerspenstigen Zähmung« einen Blumenstrauß verschenkt, weiß er nicht, was er damit anrichtet. Seine Exfrau Lilli denkt, die Blumen wären für sie. Stimmt aber nicht, auf dem Billett steht der Name einer anderen Frau. So steigt bei Lilli die Wut hoch, die sie auch gleich in ihre Hauptrolle des widerspenstigen Kätchens legt, denn Fred spielt Petruchio, den Zähmer.
Küss mich, Kätchen! Auf keinen Fall! Fred muss sich etwas einfallen lassen, damit Lilli nicht die Premiere gefährdet. Da kommen ihm zwei Ganoven mit einer Geldforderung gerade recht.
Ob es in allen Wirren des Theaterbetriebes gelingt, die Widerspenstige zu besänftigen und wie groß die Liebe zwischen Lilli und Fred noch ist, zeigt am Ende das beliebte Broadway-Musical mit der unverwechselbaren Musik von Cole Porter in einem amüsanten Wechselspiel zwischen Schauspielerei und Wirklichkeit.

KOOPERATION MIT DEN BRANDENBURGER SYMPHONIKERN

Besetzung:

Lili (Kate) – Maja Müller
Fred (Petruchio) – Alexander Leistritz
Lois (Bianca) – Mandy-Marie Mahrenholz
Bill Calhoun (Lucentio) – Jan Kittman
Harry Trevor (Baptista) – Bernd Marquardt
Hattie – Claudia Lüftenegger
Harrison Howel/ Gremio – Manfred Ohnoutka
1. Ganove – Mathias Kusche
2. Ganove – Sören Ergang
Pulcinella – Frederike Duggen
Paul (Hortensio) – Oliver Polenz

Dauer: 2 Std. 40 min.

Pressestimme: Ein Stück im Stück mit jeder Menge Streit

Das Stendaler Publikum hat sich prächtig amüsiert. Maja Müller als Lilli und Alexander Leistritz als Fred sind zwei sehenswerte „Streithähne“. Müller ist greifbar eifersüchtig, wütend und kratzbürstig. Leistritz gibt den Fred zunächst mehr verwundert, dann zunnehmend wehrhafter. Sören Ergang und Mathias Kusche (…) sind wunderbar klischeehaft in Gesten und Sprache, ihr gesungenes „Sag es mit Shakespeare“ ein regelrechter Publikumsliebling. Regisseur Manfred Ohnoutka hat seine Inzenierung bis in die Nebenrollen gut besetzt, was sich auszahlt. Ob es nun Jan Kittmann als Bill mit dem Lied „Viel zu heiß“, Mandy-Marie Mahrenholz als sexy Lois oder Bernd Marquardt als Harry mit defekter Zahnbrücke ist … Sie und alle anderen, (…), ziehen das Publikum in den Bann. (…) Das Premierenpublikum im Theater der Altmark war vom Gesamterlebnis begeistert und bedankte sich für dieses amüsante und kurzweilige Musiktheater mit stehenden Ovationen.
(Stendaler Volksstimme, 21.11.2011)

Pressestimme: Mit Spielwitz und Ausstrahlung

Manfred Ohnoutka hat mit einem Mix aus Stendaler und Berliner Schauspielern ein handlungsfreudiges Musicalensemble geschaffen. Die Brandenburger Symphoniker unter Schauspielmusiker Gero Wiest lieferten die teilweise walzerseligen, andererseits schmissigen Melodien zur Aufführung, die im Bühnenbild von Christopher Melching die Basis für zügigen Ablauf fand. Alexander Leistritz als Fred und Petruchio hat seine liebe Not, das Spiel im Spiel durchzustehen. Wie er sowohl die Ganoven (Mathias Kusche und Sören Ergang in einer köstlichen Studie von Spielwitz und Hintertriebenheit) als auch seine geschiedene Frau (Maja Müller) als Kate und wieder gewonnene Ehefrau für sich einnimmt, ist sehenswert durch seine männliche Ausstrahlung und gewandte Spielweise. Mandy-Marie Mahrenholz beteuert als Bianca sogar Zuschauern direkt gegenüber von der Vorbühne herab hingehaucht „Aber treu bin ich nur Dir auf meine Weise“. Freund Bill (Jan Kittmann) lässt seiner Musikalität und seinem Spieltalent bei „Es ist viel zu heiß“ freien Lauf. Bernd Marquardt gibt den besorgten, etwas trottligen Alten und Claudia Lüftenegger spritzt als Hattie über die Szene. Während Frederike Duggen sprachlos spielend als Pulcinella das makabre Spiel auf einer Art Teufelsgeige kommentiert. Theaterchor und Statisterie gaben ihren Teil zum Gelingen. Ein Theaterfest, das vergnüglich den Alltag vergessen ließ.
(Altmark Zeitung, 21.11.2011)