Schauspiel von Henrik Ibsen Deutsch von Julius Elias und Paul Schlenther

Allmers und Rita sind nicht unschuldig an der Behinderung ihres Sohnes Eyolf. Während sie sich ihren Leidenschaften hingaben, fiel das Baby vom Tisch. Seither steht die Ehe unter einem schlechten Stern…
In Ibsens selten gespieltem Stück geht es um Verantwortung und Selbstbestimmung in einer Ehe, die einem Schicksalsschlag kaum standzuhalten vermag. Wozu leben? Mit genauem Blick in die Abgründe der menschlichen Seele schauen wir hinter die Fassade einer bürgerlichen Ehe.

Pressestimmen:

Premiere “Klein Eyolf” im TdA: Beeindruckende Drameninszenierung mit klaren Arrangements
Regisseur Dirk Löschner nimmt das Drama zum Anlass, um auch zu verdeutlichen, dass bis heute diese Beziehungsdramen noch vorhanden sind, keineswegs nur auf sozial benachteiligte Familien begrenzt. … Eine insgesamt durch Klarheit der Arrangements und schauspielerische Leistungen der Darsteller beeindruckende Drameninszenierung, die Henrik Ibsens Weltgeltung erneut beweist. (Altmark Zeitung, 01.02.10)
Die Szene ist schon reduzier. Die Zuschauer blicken in ein kleines Zimmer mit Blick auf ein aufgewühltes Meer. Alles scheint hier Symbol. Der mit weißen Tüchern verhängte Raum assoziiert den Ton. Das abstrakte Wasserbild im Hintergrund leuchtet in Grün-Orange. In der Mitte, wie ein störender Fleck, ein Kinderplanschbecken mit Plasteschiffchen. Damit hat Bühnenbildner und Ausstatter Christopher Melching bereits alle Motive des Stückes auf der Bühne versammelt. … Die Zuschauer haben ein feinsinniges, vielschichtiges Drama erlebt, das ganz ohne Action auskommen konnteund das man doch ganz dicht an sein eigenes Leben heranlassen musste. (Stendaler Volksstimme, 01.02.10)