Märchen von Sascha Löschner nach den Brüdern Grimm

»Ach hätt ich nur genommen den König Drosselbart!« – Hinterher ist man immer schlauer! Kinder lieben das Märchen um die hochnäsige Prinzessin, der kein Mann gut genug sein kann. Doch der König liebt seine Prinzessin so sehr, dass er ein aufwendiges Erziehungsprogramm startet, um die stolze Königstochter zur liebenswürdigen und mitfühlenden Frau zu wandeln.
Und am Ende bekommt der König seine Prinzessin und darf sie noch einmal heiraten – diesmal im Schloss mit einem rauschenden Fest!

Dauer: 1 Std. 15 min.

Pressestimme: Neues und Witziges in Grimms Märchen

[…]Dramaturg Sascha Löschner hat das Märchen der Gebrüder Grimm erfolgreich ins Heute gebracht. Hier wird kein weiblicher Wille durch patriarchalische Gewalt gebrochen, hier wird liebevoll erzogen. Sowohl Vater als auch Ehemann schätzen es, ein gleichwertiges Gegenüber zu haben. Nicht nur die weiblichen Zuschauer danken!
Trotz aller ‚Modernisierungen’ lässt diese Aufführung auch eingefleischte Märchenfan-Herzen höher schlagen. Das Lob gebührt neben Löschner natürlich dem Regisseur Arnim Beutel und der Ausstatterin Sofia Mazzoni. Und Sebastian Kemper, der einige mitreißende Lieder beisteuerte. Doch die schönste Kulisse, die beste Regie und das witzigste Textbuch können nicht wirklich gewinnen ohne überzeugende Schauspieler. Zum Glück konnte das Stück auch damit aufwarten: Susanne Kreckel und Alexander Zieglarski als Vanessa und Drosselbart sind absolut erfrischend. Ebenso wie ihre Kollegen Steffanie Plattner, Jonathan Prösler und Stefan Peetz, die wunderbar wandlungsfähig in mehrere – meist liebenswerte und komische – Rollen schlüpften.
‚König Drosselbart’ ist eine Märcheninszenierung von der besten Art, bietet sie doch neben Neuem und Witzigem auch klassische Märchenelemente.
(Volksstimme, 8.11.2011)

Pressestimme: Märchenhaft und lehrreich

[…]Dr. Sascha Löschner, Dramaturg am Theater der Altmark, hat aus dem Grimmschen Märchen eine dramatische Handlung gestaltet, die Regisseur Arnim Beutel zügig mit Susanne Kreckel als Prinzessin und Alexander Frank Zieglarski als König Drosselbart umsetzte.
Ausstatterin Sofia Mazzoni verhalf mit einem schnell wechselbaren Bühnenbild beiden Darstellern zu einer zügig durchgängigen Handlung.
Die großen und kleinen Zuschauer verfolgten das spannungsgeladene Spiel, hielten zu Drosselbart und dessen „Erziehungsprogramm“, das er seiner Prinzessin auferlegte, und die Kinder im Saal freuten sich außerdem über Äpfel, die ihnen Händlerin Stefanie Plattner als Gast in der Inszenierung mitwirkend, im Publikum verteilte. (…)
Mit einigen Gästen als Händler, Kunden auf dem Markt und Hochzeitsgästen zugleich on mehreren Rollen, ist dem Regisseur eine Ensembleleistung gelungen, die dem Märchen lässt, was märchenhaft ist, die zugleich lehrreich aus der Fabel heraus wertvolle Lebensregeln verkündet, ohne mit erhobenem Zeigefinger zu dozieren.
Der minutenlange Beifall zur Premiere im Theater der Altmark in Stendal berechtigt auch 2011 zur Hoffnung, dass noch viele junge Zuschauer diese Inszenierung besuchen und sich der Geschichte vom „König Drosselbart“ erfreuen."
(Altmark Zeitung, 8.11.2011)
h4. Pressestimme: _Ein altes Märchen – neu erzählt… neu? Ja…und nein! _

Zum Schluss trampelte der ganze Saal, der Beifall nahm kein Ende. Was gibt es schöööneres für alle Beteiligten am Stück? Aber noch wichtiger, was gibt es schöneres für die Kinder.
 Das Märchen kennt jeder, ich gehe einfach davon aus, und es wurde eine gute Mischung aus Traditionellem und Neuem vermischt, soweit so gut (Inszenierung: Arnim Beutel, Dramaturgie: Sascha Löschner).[…]
Die Neubearbeitung des TdA zeigt auch insgesamt eine liebenswerte und keine typisch schwarz-weiß gestrickte grimmsche Sichtweise auf die Figuren – die Kinder sind heute viel offener und verstehender als oft angenommen.

[…] Märchen spiegeln oft ja eher Konflikte in der Familie wieder, seltener auf politischer Ebene. Das Patriarchalische des Vaters wurde durch die freie Entscheidung der Prinzessin am Schluss, den König Drosselbart zu heiraten, relativiert und die Instrumentalisierung zur Prinzenzeugung auch.
 Insgesamt erfüllen Weihnachtsmärchen immer die wichtige Funktion, wenn vielleicht nur einmal im Jahr, aber das Erleben der besonderen Theateratmosphäre, in der Kindheit erzeugt, als echte Leidenschaft zu verlängern.

(KUKMA-Magazin, November)