Premiere: 18.08.2009
Zu buchen bei:Susanne Roske, Tel. 03931.635721
E-Mail: dramaturgie(an)tda-stendal.de
Besetzung
| Inszenierung | Ute M. Engelhardt |
| Bühne und Kostüme | Christopher |
| Dramaturgie | Antonia Holle |
| Bodo | Sören Ergang |
Bodo ist ein kleiner, dicker Junge. Während er in der Schule gehänselt wird, stopft er zu Hause Süßigkeiten und Fastfood in sich hinein. Freunde hat er keine. Und so flüchtet sich Bodo täglich in die virtuellen Welten des Fernsehers, während er eine Kalorienbombe nach der anderen ver-drückt. Vor der Flimmerkiste kann er die Sticheleien seiner Mitschüler im Sportunterricht vergessen und spannende Geschichten von Actionhelden miterleben. Theater im Klassenzimmer bietet den Schülern einen persönlichen Zugang zu der Problematik. Hier werden keine Moralpredigten gehalten, sondern durch einen individuellen Bezug zu einem Charakter Fragen gestellt und Denkanstöße gegeben.„Wozu muss man auf einen Barren? Wie oft begegnet man im wirklichen Leben einem Barren? Schon mal irgendwo einen Barren gesehen, im Einkaufscenter, vorm Schuhgeschäft? Oder im Kino? ‚Wenn Sie in den Film rein wollen, müssen Sie erst mal über die drei Barren.‘ ‚Kein Problem, Barren hatte ich in der Schule.‘ Völlig unsinnig, dieser Sport…“
(Altmark Zeitung, 20.08.2009)
Die meisten Schulvormittage sind schrecklich für Moppelchen Bodo. Bloß nicht nach vorn an die Tafel, hofft der Junge. Lieber futtern.
Im Klassenzimmertheater kreierte Sören Ergang am Dienstag in der Grundschule “Am Stadtsee” vor und mit der Klasse 3b das Stück “Prinz Pommes” von Michael Miensopust.
Das Stück erzählt im Prinzip den Traum des mopsigen Bodo, der wegen seiner Körperfülle von der ganzen Klasse gehänselt wird, aber gern Unmengen Süßes isst und seinen Frust zuhause am liebsten vor dem Fernseher vergessen macht. … Ute M. Engelhardt hat das Klassenzimmerstück so inszeniert, dass die Drittklässler aktiv mitwirken können, wozu sie von Theaterpädagogen Robert Grzywotz ausgiebig vorbereitet worden waren. … Ein Theaterspiel mit vergnüglicher “Selbstbeteiligung”. Die Klasse 3b jedenfalls agierte mit Feuereifer, wurde mit Rhythmusklatschen zum Begleitchor für den Solisten, der mit ebenso großer Spiellaune Tante Mathilda Leben einhauchte, Trainer für die ganze Klasse wurde und sich zwischendurch immer wieder als Bodo an die Grundschüler wandte, bis er schließlich zum guten Schluss doch nicht mehr Letzter bei den bisher so verhassten Bundesjugendspielen wurde. So schenkt ihm Klassenschönste Maja ein Lächeln.
“Prinz Pommes” wurde beifallsbelohnte Premiere. Darsteller, Regie und Theaterpädagoge gelang ein beispielhaftes Spiel. Sie schafften spielend, Probleme ohne Zeigefinger-Didaktik zu verdeutlichen.