Satire von Kai Hensel

Kenos Hotel liegt abgeschieden mitten im afrikanischen Dschungel – ein Urwaldparadies für gestresste Manager, reiche Weiße und aufstrebende Karrieristen.
Der im Westen studierte Schwarze hat in der Nähe seines Heimatdorfes eine Goldader entdeckt – Luxus mitten in der Wildnis, für zahlungsfähige Kundschaft aus dem reichen Norden. Und was dort mittlerweile Luxus ist, hat der Urwald immer noch im Übermaß zu bieten …

Kai Hensel hat eine bitterböse Satire geschrieben, ein übersteigertes Kolonialdrama mit veränderten Vorzeichen, wo die Zivilisation ihren eigenen Abgründen begegnet. Auch mit diesem Stück reagiert das Tda auf die Frage, welche Antwort die westliche Zivilisation dem Rest der Welt auf die Frage zu geben vermag, wofür das Leben lohnt.

Pressestimme: Die etwas andere Art eines Dschungelcamps

… Pietsch ist es gelungen, das Publikum auf eine Reise in unvorstellbare Tiefen mitzunehmen. Was zunächst amüsant beginnt, wird immer wilder und unwegsamer. Der Zuschauer gerät in einen Urwald der Abscheulichkeiten, wobei es immer dann noch eine Steigerung gibt, wenn man denkt, es könne keine mehr geben. Es wird bis an den Rand des Erträglichen gegangen. Allerdings auf einem sehr hohen künstlerischen Niveau.
Frederike Duggen (Anne), Claudia Lüftenegger (Cynthia), Jan Kittmann (Michael), Jubril Sulaimon (Keno), und André Vetters (Helmut) sind allesamt überzeugend und ausdrucksstark in ihren Rollen. Die Ausstattung von Christopher Melching ist wieder einmal sehr stimmig. Auf jeden Fall eine intensive Aufführung, die für viel Stoff zum Nachdenken sorgt. Empfehlenswert.

(Stendaler Volksstimme, 05.03.12)