Das Theater der Altmark wird modernisiert, genauer gesagt: das Gebäude des TdA. Für die zukunftssichere Aufstellung dieses Theaters ist das ein guter und richtiger Schritt.

In dem Zeitraum Januar 2020 bis voraussichtlich August 2021 werden die Maßnahmen der geplanten Energetischen Sanierung des TdA. Die Theaterkasse befindet sich in der Karlstraße 13 (gegenüber vom TdA), die Büroräume in der Stadtseeallee 1.

 

Warum ist die Energetische Sanierung notwendig?

Die Gebäudekonstruktion und Anlagentechnik des TdA sind in bauphysikalischer und energetischer Hinsicht veraltet bzw. nicht hinreichend zeitgemäß. Durch die hohe Einsatzbereitschaft und das Verantwortungsbewusstsein der zuständigen Mitarbeiter*innen konnte der Energieverbrauch in den zurückliegenden Jahren massiv reduziert werden, jedoch könnte mit der Sanierung der Gebäudehülle und der Anlagentechnik zusätzlich ein hohes Maß an Energieeinsparung erzielt werden.

Was bisher geschah …

Der Förderbescheid für die Energetische Sanierung des Theaters der Altmark wurde am 23. Oktober 2019 von Finanzstaatssekretär Rüdiger Malter an die Hansestadt Stendal überreicht. Die EU und das Land Sachsen-Anhalt fördern die Energetische Sanierung des TdA über das Förderprogramm STARK III plus. Die EU-Fördergelder kommen aus dem EFRE-Fonds. Die Gesamtkosten für die Sanierung liegen bei ca. 5 Millionen Euro.

Während im TdA »Die kleine Hexe« und »Rockin’ Around the Christmas Tree« spielten, erfolgte im Dezember 2019 hinter den Kulissen der Umzug vieler Büroräume und Gewerke aus dem Theatergebäude in andere Räumlichkeiten: Die Büroräume zogen in die Stadtseeallee 1, Gewerke wie Schneiderei, Requisite und Maske in ehemalige Geschäftsräume Ecke Breite Straße und Uppstall. Die vorerst letzte Vorstellung im Großen Haus fand am 4. Januar 2020 statt. Danach begann für die Technik die Leerräumung der Bühnen. Beleuchtung, Tonanlagen und Sitzplätze wurden entfernt und in einer Lagerhalle auf 2.000 m² ausgelagert. Die Theaterkasse und Pforte zogen in die Karlstraße 13, die Technik in die Werkhalle des TdA. Am 11. Januar feierte dann mit den »Tschechow-Variationen« in der Kleinen Markthalle die erste Produktion an einer Ausweichspielstätte Premiere. Weitere Ausweichspielstätten wie z.B. die Aula der Grundschule Nord, die Uppstall Kinos Stendal und die Stadionkneipe des 1. FC Lok Stendal wurden zur TdA-Bühne.

Auch während der Spielzeit 2020/21 spielt das Theater der Altmark weiterhin an bisher theaterfremden Orten. So kommen u.a. die Marienkirche, der Lagerhalle des TdA sowie der Garten der Musik- und Kunstschule Stendal als neue Ausweichspielstätten zu den bereits in der letzten Spielzeit genutzten Orten hinzu.

Was jetzt passiert ...

Nach Schaffung der Baufreiheit für die Baufirmen erfolgt die Energetische Sanierung des Gebäudes: Die Fassade und das Dach werden mit einer neuen Wärmedämmung ausgestattet. Etwa 140 Fenster werden gegen neue Fenster mit geringerer Wärmedurchlässigkeit ausgetauscht. Zur Stromeinsparung wird die bisherige Hausbeleuchtung auf LED-Technik umgestellt und die Starkstromanlage erweitert. Die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des TdA ermöglicht es, im zukünftigen Betrieb einen Teil des Stroms selbst herzustellen, und trägt zu einer besseren Energieeffizienz des Hauses bei. Außerdem wird die veraltete Klima- und Lüftungsanlage ausgetauscht und mit einer effektiveren Wärmerückgewinnungsanlage ausgestattet.

Hinzu kommen Arbeiten an der Sprinkleranlage sowie der Sprühflutanlage sowie die komplette Erneuerung der sanitären Anlagen, inklusive des Einbaus weiterer Damentoiletten. Und auch Malerarbeiten sowie die Überarbeitung der Bodenbeläge werden nach 25 Jahren wieder in Angriff genommen.

Auf dem hinteren Dach sind bereits die neuen Rückkühler für die insgesamt fünf Lüftungsanlagen installiert. Mehrere Kilometer an Rohren und Leitungen, z.B. für Elektroanlagen sowie die komplette Kalt- und Warmwasserinstallation, werden im Gebäude verbaut.

Über den energetischen Aspekt der Sanierung hinaus wird eine höhere Barrierefreiheit der Spielstätten geschaffen, die u.a das Erreichen des Rangfoyers sowie des Rangs des Großen Hauses über eingebaute Lifte ermöglicht.

Wie es für den Theaterbetrieb weitergeht …

Mit Fertigstellung der Energetischen Sanierung wird das Theater der Altmark wieder zurück in die Karlstraße 6 ziehen. Aufgrund weiterer notwendiger Arbeiten am Haus wird nach der Spielzeit 2020/21 auch die kommende Spielzeit teilweise außerhalb des Stammhauses stattfinden. Der Wiedereinzug und die technischen Vorbereitungen für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs im sanierten TdA-Gebäude wird nach allen Freigaben parallel zum laufenden Proben- und Spielbetrieb erfolgen, während gleichzeitig gewährleistet ist, dass wir die gesamte Saison über für Sie an den Ausweichspielstätten spielen können.

 



   

 

Der Förderbescheid für die Energetische Sanierung des Theaters der Altmark wurde am 23. Oktober 2019 von Finanzstaatssekretär Rüdiger Malter an Stendals stellvertretenden Oberbürgermeister Axel Kleefeldt überreicht. Die EU und das Land Sachsen-Anhalt fördern die energetische Sanierung des TdA über das Förderprogramm STARK III. Die Gesamtkosten für die Sanierung liegen bei ca. 4,5 Mio Euro.  Die Bestuhlung des Großen Hauses ist abgebaut und letzte Requisiten werden verpackt und verräumt. Im Dezember 2019 zogen die Büros u.a. der Intendanz, Verwaltung und Dramaturgie aus dem TdA-Gebäude für die Dauer der Sanierung in die Stadtseeallee 1. Das Inspizientenpult ist sicher für den Transport verpackt. Auf dem Theaterstadtplan finden Sie alle Ausweichspielstätten. Der Plan ist an der Theaterkasse erhältlich. Die Einzäunung des Stammhauses beginnt.
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