Unter dem Namen »Klein & Kunst« bietet das TdA auch in der Spielzeit 2020/21 wieder »großes Theater in kleiner Form« an. Die mobilen Produktionen können von professionellen Veranstaltern oder von Privatpersonen für Spielorte außerhalb des TdA gebucht werden. Die Anlässe sind vielfältig, sei es ein Abend im Kulturverein, eine Ausstellungseröffnung, ein besonderer Geburtstag, die Betriebsfeier, der Senioren-Nachmittagskaffee, die Adventsfeier oder das Sommerfest – wir bieten für jede Gelegenheit das passende Programm.

Wenn Sie Fragen haben oder sich für eine der Produktionen interessieren, steht Ihnen die Gastspielreferentin Cecile Prinz unter 03931 - 63 57 15 oder gastspiel@tda-stendal.de gerne zur Verfügung. Im Folgenden finden Sie außerdem unsere »Klein und Kunst« zum Download sowie die aktuellen Programme, die im Angebot sind.

 


Im Theater ist nichts los

Böse Lieder in Aspik von Georg Kreisler u.a.

Ein Theater, dessen Bretter nicht mehr die Welt bedeuten, eine Ehe, die auch durch die Anschaffung eines Pudels und das morgendliche Trinken von Sprudel nicht mehr gerettet werden kann und Tango tanzende Tanten … Dieser Liederabend widmet sich lustvoll dem Grotesken und Skurrilen, den Abgründen und Widersprüchen – kurz: dem schwarzen Humor.

Als Meister der bösen Lieder ist vor allem der österreichische Musiker, Komponist und Kabarettist Georg Kreisler bekannt. Seine Chansons üben Kritik an Gesellschaft und Politik, sie sind makaber, hintergründig und unterhaltsame musikalische Kunstwerke voller Wortwitz.

Schauspielerin Kathrin Berg und der Musikalische Leiter des TdA Niclas Ramdohr präsentieren Klassiker wie „Im Theater ist nichts los“, „Kreuzworträtsel“ oder „Die Ehe“, aber auch weniger bekannte Werke von Kreisler und Schwarzhumoriges anderer Komponisten. Friedrich Hollaenders „Hysterische Ziege“ zum Beispiel, die eben noch lacht, dann wieder weint und nebenbei die Männer ins Grab bringt, oder Lieder wie „Ich kann mir nicht helfen, ich finde mich schön“ von Lotar Olias. Mit „War nie ein Punk“ oder „Das Ende der Welt“ stehen auch Songs von Niclas Ramdohr auf dem Programm, der sich mit diesem Liederabend erstmals dem altmärkischen Publikum vorstellt.

Ein wunderbar böser Liederabend, bei dem kein Auge trocken bleibt!

 


Ich war noch niemals in New York

Lieder vom Gehen und Bleiben

Die Sehnsucht nach der großen weiten Welt und die Vorstellung, dass woanders alles anders wäre – wer kennt sie nicht? Wen packt nicht manchmal die Lust, aus dem Alltag auszubrechen, Neues zu erleben und ein kleines Stückchen Freiheit zu genießen? Besonders in Zeiten, in denen ein Virus schon das Verlassen der Wohnung zum Abenteuer werden lässt und ein Spaziergang im Park als Ersatz für die längst abgesagte Reise herhalten muss, kennt so manche*r nur noch einen Gedanken: ≫Ich brauch Tapetenwechsel≪! Also nichts wie los, am besten ≫Einmal um die ganze Welt≪. Egal, ob ≫Sweet Home Alabama≪, ≫Westerland≪, ≫Moskau≪ oder gleich auf den ≫Highway to Hell≪, Hauptsache raus – ≫I want to break free≪ lautet das Motto.

Im Liederabend ≫Ich war noch niemals in New York≪ präsentieren die Ensemblemitglieder Alexandra Sagurna und Sebastian Hammer und der Musikalische Leiter des TdA Niclas Ramdohr Songs vom Aufbrechen und Ankommen, vom Fernweh und Heimweh, vom Verlassen und Finden. Dargeboten werden u.a. Lieder von Bodo Wartke, Hildegard Knef, Max Raabe, Caterina Valente, Frank Sinatra und The Mamas & the Papas. Fernweh und beste Unterhaltung sind garantiert!

 

 


Die Känguru-Chroniken

von Marc-Uwe Kling / gelesen von Alexandra Sagurna und Ole Xylander,musikalisch begleitet von Niclas Ramdohr

Eines Tages steht ein Känguru vor der Haustür des Kleinkünstlers. Es will Eier, Salz, Mehl und Milch leihen, denn das braucht man schließlich alles, wenn man Eierkuchen backen möchte. Weil zu Hause auch keine Pfanne oder gar ein Herd zur Hand sind, belagert das Känguru kurzerhand die Küche des Nachbarn, und ehe der weiß, wie ihm geschieht, ist das vorlaute Beuteltier bei ihm eingezogen. Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft! Fortan stellt das kommunistische Känguru das Leben des Kleinkünstlers ordentlich auf den Kopf. Es nimmt das Wohnzimmer mit Hängematte und Boxsack in Beschlag, liebt Nirvana, verteidigt sein Recht auf Faulheit, während es Schnapspralinen frisst, und treibt seinen neuen Mitbewohner mit pseudowitzigen Wortverdrehungen schier in den Wahnsinn. Neben den WG-üblichen Kämpfen um Putzpläne, Einkäufe und das Fernsehprogramm zettelt das kapitalismuskritische Känguru politische Diskussionen an, in denen es ordentlich zur Sache geht. Marc-Uwe Klings »Känguru-Chroniken« sind Kult. Am TdA sind die humorvollen Geschichten als Lesung mit Alexandra Sagurna und Ole Xylander mit musikalischer Begleitung durch Niclas Ramdohr zu erleben.

 

 

 


...denn sie wissen nicht, was sie tun...

Spontan, originell, jedes Mal anders – das ist die Impro-Show des TdA. Ohne vorher gelernten Text gehen die Darsteller*innen auf die Bühne, nicht wissend, was auf sie zukommen wird. Auf Zuruf der Zuschauer*innen erfinden die Schauspieler*innen aus dem Stegreif Geschichten und Figuren und bescheren dem Publikum ein garantiert einzigartiges und unterhaltsames Theatererlebnis. Von der einen Sekunde auf die andere kann aus einer tieftraurigen Szene die lustigste Komödie werden. Im Impro-Theater ist nichts unmöglich und der

Fantasie der Schauspieler*innen sind keine Grenzen gesetzt. Erleben Sie das Ensemble von einer anderen Seite und lassen Sie sich überraschen, wenn es heißt: Drei, Zwei, Eins, Go!

 


Judas

Monolog von Lot Vekemans / Deutsch von Eva M. Pieper & Christine Bais

Lot Vekemans gibt in ihrem Monolog dem Mann eine Stimme, dessen Name zum Synonym für Verrat geworden ist, der die jahrhundertelange Schmähung der ganzen Welt erduldet hat und ohne den das Christentum nicht zu einer der großen Weltreligionen geworden wäre: Judas Iskariot.
Denn kennen wir die ganze Wahrheit? In jedem Zeitalter gibt es Spekulationen über Judas meist egoistische Motive, doch ließe sich die Geschichte nicht auch anders erzählen? Als Freundschaftsdienst, der Jesus half, sein Schicksal zu erfüllen: zu sterben und damit unsterblich zu werden. Musste der Messias nicht verraten werden, um die göttliche Prophezeiung zu erfüllen? War alles Vorbestimmung oder doch freier Wille oder gar eine Verkettung unglücklicher Zufälle?
Judas spricht und gibt Einblicke auf das Geschehen von damals aus seiner Sicht. In einer selbst inszenierten Show begeht er einen letzten Versuch, seine Tat wieder auf ein menschliches Maß zurück zu bringen und sein Publikum dahin zu führen, wo es lieber nicht sein möchte: zu dem Judas in sich selbst.

»Ich denke, es gibt bei uns eine einseitige Richtung des Blicks auf die Helden, auf das, was wir als größer und höher und besser erachten, als wir es selbst sind. Wir lieben es, zu verehren, so wie wir es lieben, verehrt zu werden. Aber in beiden Fällen gibt man seine Macht an jemand anderen ab. Judas wird von Menschen verhöhnt, damit sie ihre eigenen Seelen reinwaschen. Es ist auffällig, dass in Porträts, die über die Jahrhunderte entstanden sind, Judas immer hässlicher und böser dargestellt wurde.« Lot Vekemans

 


Wir sehen uns an Weihnachten

Ein Familienfest in Geschichten und Liedern

An Weihnachten kommt die Familie zusammen – und damit ist schon alles gesagt. Man trifft Verwandte, die man schon lange nicht mehr gesehen, aber auch nicht wirklich vermisst hat. Sie bringen Geschenke mit: ulkige Krawatten, merkwürdig riechende Badezusätze oder Bücher, die man freiwillig nie in die Hand genommen hätte. Bei der Zusammenstellung des Weihnachtsmenüs wurden leider nicht die Unverträglichkeiten des Schwiegersohns oder die vegane Ernährung der Enkelin bedacht. Während die Heilige Familie in der Krippe so viel Liebe ausstrahlt, dass sie dafür sogar von Ochs und Esel bewundert wird, streiten sich die Kleinsten um die neuen Spielsachen und die Erwachsenen ums Erbe. Der Schoß der Familie, eine Schlangengrube? Das mobile Weihnachtsprogramm des TdA widmet sich augenzwinkernd den Tücken dieses Familienfestes. Mit stimmungsvollen Weihnachtsliedern machen die Ensemblemitglieder Kathrin Berg und Daniel Schmidt und der Musikalische Leiter des TdA Niclas Ramdohr Hoffnung, dass in diesem Jahr alles gut wird.

 


Das kleine Ich bin ich

Puppenspiel nach dem Kinderbuch von Mira Lobe und Susi Weigel
ab 3 Jahren
 

Din kunterbuntes Tierchen läuft sorglos auf der Blumenwiese umher, als es plötzlich vom Laubfrosch mit der Frage überrascht wird: »Wer bist denn du?« Da es keine Antwort weiß, folgert der Frosch: »Wer nicht weiß, wie er heißt, wer vergisst, wer er ist, der ist dumm. Bumm.« Das will das kleine bunte Tier nicht auf sich sitzen lassen und beschließt, sich auf den Weg zu machen, um eine Antwort auf diese Frage zu finden. Auf seiner abenteuerlichen Reise streift es durch Wiesen und Urwälder, erkundet die Luft, taucht ins Wasser und trifft überall auf viele verschiedene Tiere, die ihm zwar in manchem ähneln, aber doch nie ganz gleichen. Das kleine Tierchen erfährt Zurückweisung, Unfreundlichkeit und Spott, aber auch Hilfsbereitschaft und Wohlwollen. Am Ende seines Weges kann es sich nur selbst die Antwort auf die Frage geben: Wer bin ich eigentlich?

Auf anrührend humor- und liebevolle Weise erzählt Autorin Mira Lobe die Geschichte einer Identitätsfindung, an deren Ende eine wichtige Erkenntnis steht.

 

 


Zwei Monster

Puppenspiel nach Gertrud Pigor und dem Bilderbuch »Two Monsters« von David McKee / ab 3 Jahren

Ein Berg trennt zwei Monster: das blaue und das rote Monster. Jedes lebt glücklich auf seiner Seite des Monsterberges und würde sie nicht gegen die andere tauschen. Der Rote wohnt da, wo die Sonne aufgeht, und der Blaue da, wo die Sonne untergeht. Gesehen haben sie sich noch nie. Aber manchmal sprechen sie miteinander durch ein Loch im Berg und erzählen sich von ihrem morgendlichen Training oder davon, wie schön der Sonnenuntergang ist, wenn der Tag geht. Moment, der Tag geht? Nein, nein, es ist die Nacht, die kommt! Schon entbrennt ein Streit, dass die Felsbrocken fliegen. Bis schließlich der ganze Berg zusammenbricht und sich die beiden verdutzten Kerle gegenüberstehen.

Wortwitzig und dynamisch erzählt »Zwei Monster« vom Rechthaben, dem Spaß am Streiten und dem sich Versöhnen.

 


Der kleine König

Puppenspiel nach den Kinderbüchern von Hedwig Munck / ab 3 Jahren

Verschlafen blinzelt der kleine König in die aufgehende Sonne. Ein weiterer, königlicher Tag ist angebrochen und die Regierungsgeschäfte warten. Bald hat der kleine König keine Lust mehr, den langweiligen Papierkram zu erledigen. Sein Magen knurrt ganz gewaltig. Es ist längst Zeit für ein ausgewogenes Frühstück. Aber da »ausgewogen« leider nicht so lecker schmeckt wie »süß«, isst er lieber Bonbons. Ganz satt wird er davon allerdings nicht. Nur gut, dass er einen Apfel am Baum im Garten entdeckt hat. Da ranzukommen ist allerdings schwieriger als gedacht und er scheint nicht der Einzige zu sein, der ein Auge auf den Apfel geworfen hat. Jetzt heißt es schnell sein, denn nach dem Essen muss er sich noch um die Blumen kümmern, die traurig die Köpfe hängen lassen, und dann hat auch noch die kleine Prinzessin ihren Besuch angekündigt.

Wer kennt ihn nicht, Hedwig Muncks lustigen kleinen König, der mit seinen tierischen Freunden jeden Tag zum Abenteuer macht. Die Geschichten ermutigen Kinder, eigene Erfahrungen zu machen und dabei naiv, frech und neugierig auf die Welt zu sein.

 



Märchencafé

Wer erinnert sich nicht daran, als Kind die Märchen von »Rotkäppchen«, »Hänsel und Gretel«, »Das hässliche Entlein« oder »Frau Holle« erzählt oder vorgelesen bekommen zu haben? Und wer fieberte nicht in den Märchen von Tausendundeine Nacht mit Sindbad dem Seefahrer auf seinen Abenteuern mit oder wartete darauf, dass Ali Baba endlich »Sesam, öffne dich« sprach?

Im Märchencafé des TdA erweckt Puppenspielerin Claudia Tost beliebte Klassiker aus aller Welt, aber auch noch unbekannte Märchenschätze für Kinder ab 3 Jahren zum Leben. Mit Hilfe von Puppenspiel, Musik, Malerei oder als Live-Hörspiel präsentieren sich alte Lieblinge in neuem Gewand und moderne Geschichten avancieren zum Märchenfavoriten. Wer ganz besondere Märchenmomente teilen möchte, ist beim Märchencafé genau richtig.

 


Wörterwelten

Die schönsten Geschichten und die spannendsten Abenteuer, liebgewonnene Klassiker und neu zu entdeckende Bücherschätze: Bei den Wörterwelten, der Lesereihe für Kinder ab 6 Jahren, schafft es nur die beste Lektüre aus der Welt der Kinderbücher ins Repertoire. In Szene gesetzt und spielerisch lesend erwecken die Schauspieler*innen des TdA die Figuren der Bücher zum Leben und erweitern das bloße Zuhören um Sehen und Staunen. Ein ganz besonderes Leseereignis entsteht, wenn der Raum sich in das Szenario des Lieblingsbuches verwandelt und die kleinen und großen Zuhörer*innen nicht nur in den gemütlichen Sitzkissen, sondern auch in der Geschichte versinken können.
Lesespaß mal anders und hautnah am Geschehen dran: Die Wörterwelten sind ein Muss für Geschichtenfans und alle, die das Abenteuer Lesen lieben!

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