EFFI BRIEST

von Theodor Fontane
für die Bühne bearbeitet von Hilke Bultmann

Premiere: 31.8.2019 / 19.30 Uhr / Großes Haus

Mich ekelt, was ich getan; aber was mich noch mehr ekelt, das ist eure Tugend. Weg mit euch. Ich muss leben, aber ewig wird es ja wohl nicht dauern.

So hat sich die junge, lebenslustige Adelige Effi Briest das Eheleben nicht vorgestellt. Weder glamourös noch aufregend ist es im abgelegenen Kessin, in das die 17-Jährige mit ihrem deutlich älteren Ehemann Baron von Innstetten gezogen ist. Zugunsten der Karriere unternimmt Innstetten eine Dienstreise nach der anderen und lässt seine junge Gemahlin in der langweiligen Kleinstadt zurück. Statt Zuneigung erhält sie von ihm erzieherische Maßregelungen. Aus Langeweile, Naivität und Abenteuerlust lässt Effi sich auf eine Affäre mit einem in Kessin stationierten Major ein. Doch auch das macht sie nicht glücklich und Effi beginnt sich desillusioniert in das Leben einer oberflächlichen Gesellschaft zu fügen. Kurze Zeit später wird ihr Ehemann nach Berlin ins Innenministerium berufen. Für Effi bedeutet dies die Chance, das bisherige Leben hinter sich zu lassen und sich aus der verbotenen Beziehung zu befreien. Das Ehepaar arrangiert sich miteinander und wird Teil der mondänen Großstadt-Gesellschaft. Doch noch Jahre später holt sie ihre Vergangenheit ein.

In seinem Roman stellt Theodor Fontane seine Protagonistin Effi in eine im Umbruch begriffene Gesellschaft, die vehement an alten Konventionen und Werten festhält. In einer Welt der ehernen Prinzipien stellen sich Effi überzeitliche Fragen nach Glück und Moral, nach Entscheidungsfreiheit und Erwartungsdruck.

Inszenierung: Jule Kracht

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