Premiere: 13.1.2019 / 18 Uhr / Kleines Haus

»Ich habe es nicht geschafft. Ich habe es einfach nicht geschafft.« Willy Loman


Ein Leben lang ist der nun 63-jährige Handlungsreisende Willy Loman dem amerikanischen Traum hinterhergerannt und hat daran geglaubt, dass Fleiß und Disziplin mit beruflichem Erfolg und privatem Glück belohnt werden. Dass diese Rechnung nicht mehr aufgeht, will er sich nicht eingestehen. Die Schulden werden immer größer, die Stammkunden sind weggezogen oder verstorben, die jüngeren Kollegen sind effizienter und die langen Autofahrten eine Qual.
Auch familiär hat Willy zu kämpfen, denn seine Söhne, Biff und Happy, sind bei Weitem nicht das geworden, was aus ihnen hätte werden können und sollen. Lügen, Sprachlosigkeit und Enttäuschung zerrütten die Familie. Verzweifelt versucht Willy, die Augen vor seinem Scheitern zu verschließen und flüchtet sich in Traumwelten und Lebenslügen. Als er schließlich vom neuen jungen Chef entlassen wird, steht er vor dem Bankrott seiner gesamten Existenz und gerät in eine Sinnkrise. Er sieht nur einen Ausweg: Ein Selbstmord, getarnt als Autounfall, soll der Familie den weiteren Lebensunterhalt durch die Versicherung gewährleisten.

»Tod eines Handlungsreisenden« ist die Geschichte eines Identitätsverlustes: Loman wird zum Opfer des bedingungslosen amerikanischen Traums von Erfolg und finanziellem Wohlstand. Arthur Millers Tragödie des kleinen Mannes spiegelt unsere Träume und Wünsche nach Anerkennung, Glück und Erfolg und ist damit so aktuell wie zeitlos.

Inszenierung: Wolf E. Rahlfs
Bühne & Kostüme: Sofia Mazzoni
Musik: Andreas Dziuk
Dramaturgie: Anna Stegherr

Willy Loman: Hannes Liebmann | Linda Loman: Katrin Steinke | Biff Loman: Matthias Hinz | Happy Loman: Ole Xylander | Bernard / Charley / Stanley / Ben: Andreas Müller | Frau / Howard / Miss Forsythe / Bernard / Ben: Michaela Fent

GALERIE

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Pressestimmen

»Unter der Regie von Intendant Wolf E. Rahlfs gelang bestes Schauspieltheater, klug in Szene gesetzt, mit einem bravourös aufspielenden Ensemble.«
Volksstimme
»Siebzig Jahre alt sind Millers Figuren, die Kritik am den Menschen deformierenden Wirtschaftssystem ist alles andere als überholt; Rausschmeiß-Szenen passieren täglich irgendwo in der Arbeitswelt. Familienkonflikte braucht auch keiner zu erfinden. Das Stück ist zeitlos. Jeder kann für sich herausfiltern, was aus ihm zu lesen ist – eigene Ängste, eigene Lebenslügen, eigenen verpasste Chancen. Es animiert dazu, sich menschlicher Werte und ursprünglicher Träume zu besinnen. Die TdA-Inszenierung verdient Prädikat wertvoll.«
Volksstimme
»Die Aufführung ist ein hochgradig düsteres Kammerspiel vom Untergang einer Familie, in der der reisende Vertreter Willy Loman (stark in seiner fanatischen Art, den amerikanischen Traum wie eine Droge zu benutzen: Hannes Liebmann) auf seinen Selbstmord zusteuert, der das allzu späte Eingeständnis einer großen Lebenslüge bedeutet. […] Ein amerikanischer Albtraum, hier mit hinreißender Wucht in Szene gesetzt.«
Theater der Zeit
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