Das Stück überträgt Wilhelm Hauffs Märchen DAS KALTE HERZ in die Gegenwart und stellt Fragen nach den Folgen von technologischem Fortschritt für den Menschen.
Pietros Eltern wünschen sich für ihren Sohn vor allem eines: dass er es einmal besser hat. Um seine Chancen auf ein erfolgreiches Leben zu erhöhen, soll Pietro ein Internat besuchen. Doch ein Internat kostet Geld – Geld, das seine Familie, aus einem sozial schwachen Milieu kommend, nicht hat. Ein Stipendium wird beantragt und tatsächlich bewilligt. Was wie ein Aufbruch in eine bessere Zukunft beginnt, entpuppt sich jedoch schnell als Albtraum. Schon bei seiner ersten Vorstellung in der Klasse wird Pietro wegen seiner Herkunft und seines sozialen Status ausgegrenzt und verspottet. Pietro reagiert emotional, zeigt seine Verletzlichkeit – und wird dafür umso gnadenloser verhöhnt. Er zieht sich in sein Zimmer zurück, das er mit Ezechiel teilt, dem unangefochtenen Star der Schule. Dort macht Pietro eine erstaunliche Entdeckung: Ezechiel feiert Erfolge als Trader, verdient viel Geld, ist – genau wie Pietro – ein »Sonntagskind« und steht in Kontakt mit einer künstlichen Intelligenz. Getrieben von dem Wunsch nach Anerkennung und Wissen, versucht auch Pietro sein Glück. Er gerät an Schatzhauser, der ihm genau das verspricht, wonach er sich sehnt – allerdings nicht, ohne einen hohen Preis zu verlangen.
Als Auftragswerk für das TdA hat Daniel Ratthei Wilhelm Hauffs Märchen DAS KALTE HERZ in eine von künstlicher Intelligenz geprägte Gegenwart übersetzt und weitergedacht. Das Stück beschreibt fiktional, wie KI unsere Lebenswirklichkeit verändern kann – und welche Konsequenzen das für den Menschen hat. Es gibt keine Antworten vor, sondern stellt Fragen und lädt dazu ein, das Verhältnis von KI und Mensch neu zu überdenken.
Premiere: Sa 10.10.2026 / Rangfoyer / Preisgruppe D
Regie: Siri Wiedenbusch
Ausstattung: Mark Späth
© Aufführungsrechte: Drei Masken Verlag GmbH, München | www.dreimaskenverlag.de
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