Produktionen der Spielzeit 2014/15

Romeo und Julia

Tragödie von William Shakespeare
Deutsch von Frank Günther
Premiere: 20.9.2014

Die beiden veronesischen Familien Montague und Capulet sind seit Generationen verfeindet. Kein Tag vergeht ohne Auseinandersetzungen und Gewalt. Als die Capulets einen glamourösen Maskenball geben, mischt sich auch Romeo Montague unter die Gäste. Und dann treffen sie aufeinander: Romeo und Julia. Die Zeit steht still, für einen Moment scheint alles möglich. Doch das tragische Schicksal nimmt seinen Lauf…
Shakespeare erschafft in seiner Tragödie das berühmteste Liebespaar der Welt und erzählt zugleich eine düstere Geschichte über Hass, Gewalt und gesellschaftliche Zwänge.

Inszenierung: David Lenard
Ausstattung: Mark Späth
Choreografie: Kevin Foster
Musik: Jakob Brenner

Mit: Carsten Faseler, Angelika Hofstetter, Hannes Liebmann, Michael Magel, Andreas Müller, Maik Rogge, Merten Schroedter, Michaela Maxi Schulz, Frank Siebers, Annett Siegmund, Volker Wackermann, Thomas Weber


Scherbenpark

Monolog nach dem Roman von Alina Bronsky
Bühnenfassung von Thomas Richhardt
Premiere: 21.9.2014

Sascha ist 17 Jahre alt, stammt aus Russland und wohnt in der tristen Hochhaussiedlung »Scherbenpark«. Es gibt zwei Dinge, die sie unbedingt tun will: Stiefvater Vadim töten und ein Buch über ihre Mutter schreiben. Und es gibt vieles, das sie hasst: Mitleid und die Frage, woher sie so gut Deutsch kann zum Beispiel. Während Sascha sich in der Schule erfolgreich gegen die Diskriminierungen durch ihre Mitschüler zur Wehr setzt, gerät die familiäre Situation immer mehr außer Kontrolle.
Eine beeindruckende Geschichte über ein mutiges Mädchen voller Lebensmut, so spannend wie ein Krimi.

Inszenierung: Alexander Netschajew
Ausstattung: Sofia Mazzoni

Mit: Simone Fulir


Ich mach' dich gesund, sagte der Bär

Kinderstück von Janosch,
in einer Bearbeitung als Puppenspiel von Ronald Mernitz
ab 3 Jahren
Premiere: 28.9.2014

Eines Tages ist der kleine Tiger krank. »Halb so schlimm!«, sagt der Bär. Er untersucht seinen Freund und kocht ihm seine Leibspeise. Aber dem kleinen Tiger geht es immer noch nicht besser. Auch Tante Gans und die anderen Tiere können ihn nicht kurieren. Da hilft nur eins: ab ins Krankenhaus! Dort wird eine wichtige Operation durchgeführt. Nachdem der kleine Tiger weiterhin viel Besuch bekommt und wieder gesund wird, sagt der Bär: »Aber nächstes Jahr darf ich einmal krank sein.«
Ein fantasievoll gestaltetes Puppenspiel über das Heilsame einer liebevollen Fürsorge und die kindliche Sehnsucht danach in jedem von uns.

Inszenierung: Ronald Mernitz
Ausstattung: Sofia Mazzoni

Mit: Kerstin Dathe / Claudia Tost


Hänsel und Gretel

von Jürg Schlachter nach dem Märchen der Gebrüder Grimm
ab 5 Jahren
Premiere: 19.10.2014

Hänsel und Gretel sind arm. Papa kann als Besenbinder kaum die Familie ernähren, Mama hat immer Sorgen. Als sie sich nicht einmal mehr Brot leisten können, schicken die Eltern ihre Kinder in den Wald. Hänsel und Gretel verirren sich, aber zum Glück halten sie fest zusammen und treffen auf allerlei Waldbewohner, die ihnen zur Seite stehen. Da stehen sie plötzlich vor einem Pfefferkuchenhaus…
Eine Geschichte über zwei mutige Kinder, die sich gegen das Böse bewähren und eine farbenfrohe Inszenierung mit Puppenspiel und viel Musik. Theaterzauber für die ganze Familie!

Inszenierung: Jürg Schlachter
Ausstattung: Mark Späth
Puppenbau: Kerstin Dathe
Musik: Jakob Brenner

Mit: Fabian Feder, Tilman Frieser, Claudia Tost, Friederike Ziegler


Benefiz - Jeder rettet einen Afrikaner

Komödie von Ingrid Lausund
Premiere: 1.11.2014

Fünf engagierte Freunde proben eine Wohltätigkeits-Gala für ein afrikanisches Schulprojekt. Die Zuschauer sollen zu Spenden für den guten Zweck aufgerufen werden. Doch schnell stellen sie fest, dass das alles gar nicht so einfach ist, denn schließlich soll der Abend trotz des ernsten Anliegens kurzweilig sein. Wie spricht man also unterhaltsam über das Elend afrikanischer Kinder? Sollte man einen »echten« Afrikaner engagieren, um die Botschaft authentischer rüberzubringen? Schon bald verlieren die fünf zwischen Klischees, falscher Betroffenheit, übertriebener »political correctness« und der eigenen Eitelkeit ihr Ziel aus den Augen. Denn schließlich geht es ja nicht nur um den guten Zweck, sondern auch darum, wer wieviel Text sagen darf. Oder tut das etwa nichts zur Sache?

Inszenierung: Louis Villinger
Ausstattung: Sofia Mazzoni

Mit: Simone Fulir, Hannes Liebmann, Maik Rogge, Annett Siegmund, Thomas Weber


Maske in Blau

Große Operette, Musik von Fred Raymond,
Buch von Heinz Hentschke / Gesangstexte von Günther Schwenn
Premiere: 15.11.2014

Der Maler Armando Cellini wird für sein Bild »Maske in Blau« preisgekrönt. Als er Evelyn, die unbekannte Dame hinter der Maske, ein Jahr nach der geheimnisvollen Begegnung endlich wiederfindet, scheint das Glück für beide greifbar nahe. Doch der Mitgiftjäger Pedro dal Vegas ist Evelyn aus Argentinien nachgereist, um sie selbst zu heiraten. Er plant eine hinterhältige Intrige. Armando und seine Künstlerfreunde verfolgen das Glück um die halbe Welt...
Orchesterzauber, Tanz, exotische Schauplätze, eine leidenschaftliche Liebesgeschichte und wunderbare Melodien wie »Frühling in San Remo«, »Die Juliska aus Budapest« oder »Am Rio Negro da steht ein kleines verträumtes Haus«!

Musikalische Leitung: Jakob Brenner
Inszenierung: Sarah Kohrs
Ausstattung: Sofia Mazzoni

Mit: Ricardo Frenzel Baudisch, Anna Bürk, Janko Claus, Michael Magel, Andreas Müller, Larissa Neudert, Stefan Kolata, Frank Siebers, Volker Wackermann und der Theaterchor des TdA
Es spielen die BRANDENBURGER SYMPHONIKER.


Zehn kleine Marzipanschweine (UA)

Klassenzimmerstück von Jörg Menke-Peitzmeyer
ab 12 Jahren
Premiere: 29.11.2014 / 19.30 Uhr / Probebühne 1

Eine alleinerziehende Mutter muss sich und ihren Sohn mit Hartz IV durchbringen. Luxus gibt es nicht, das Geld reicht gerade mal für das Nötigste. Und wenn das Geld aufgebraucht ist, dann muss Mama eben klauen. Schon zweimal ist sie in diese Notlage geraten und hat Lebensmittel gestohlen. Jetzt steht ein Frühstück in der Schule an, zu dem jedes Kind etwas mitbringen soll. Damit ihr Sohn einmal etwas Besonderes bekommt, klaut sie zehn Marzipanschweine aus einer Bäckerei und wird dabei erwischt. Da es nicht das erste Mal ist, wird sie zu einer Haftstrafe von 14 Monaten verurteilt und der Sohn kommt ins Heim. Übertrieben? Oder gerechte Strafe? Diebstahl ist verboten, keine Frage. Doch wie ernährt man sich und seine Familie, wenn immer zu wenig Geld da ist? Wann fängt echte Armut an? Welche Auswege gibt es? Das Stück setzt sich mit der Situation von Familien auseinander, die unter finanziellen Nöten leiden und wirft Fragen nach sozialer Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft auf.

Inszenierung: David Lenard


Weihnachtserinnerungen

Lesung der Erzählung von Truman Capote mit Spirituals, Gospels und weihnachtlichen Jazz-Standards
Premiere: 30.11.2014 / 18 Uhr / Kleines Haus

Truman Capote  blickt in seiner Erzählung zurück auf seine Kindheit und erinnert sich an liebgewonnene Rituale der Weihnachtszeit. Er erzählt von der mühevollen Herstellung des traditionellen Früchtekuchens, von der Suche nach dem einzig richtigen Weihnachtsbaum und dem Basteln des alljährlich gleichen Weihnachtsgeschenkes. Er wirft einen humorvoll-melancholischen Blick auf die kleine Welt seiner Kindheit, die geprägt von Mittellosigkeit, dafür aber umso reicher an Fantasie und Lebensfreude war. Dazu werden Spirituals, Gospels und weihnachtliche Jazz-Standards mit Jazz-Trio und Gesang dargeboten und bilden einen stimmungsvollen musikalischen Rahmen für diese besondere Weihnachtsgeschichte.

Inszenierung: Alexander Netschajew


Die Leiden des jungen Werther

nach Johann Wolfgang von Goethe
ab 16 Jahren
Premiere: 24.1.2015

Werther verliebt sich in Lotte. Dass Lotte mit Albert zusammen ist, scheint ihn nicht zu stören, denn Lotte ist seine Traumfrau. Sein ungestilltes Verlangen erweckt in Werther ein Idealbild Lottes, das bald sein Fühlen und Denken bestimmt. Immer tiefer verstrickt er sich in seine leidenschaftliche Schwärmerei, bis er sich ein Leben ohne Lotte nicht mehr vorstellen kann. Doch sie heiratet Albert. In seiner Verzweiflung besorgt sich Werther eine Pistole und die Geschichte nimmt ihren tragischen Lauf.
Goethes Briefroman von 1774 brachte das Lebensgefühl des »Sturm und Drang« auf den Punkt. Auch heute noch ist Werther eine faszinierende Figur voller Widersprüche. Was ist es, das ihn umtreibt? Kompromisslose Liebe? Die pure Leidenschaft? Überschwängliche Lebenslust? Eine grausame Depression? Die Ablehnung aller gesellschaftlichen Konventionen? Oder eine narzisstische Krise?

Inszenierung: Louis Villinger
Ausstattung: Mark Späth

Mit: Simone Fulir, Michael Magel, Maik Rogge


Buddenbrooks

nach dem Roman von Thomas Mann
von John von Düffel
Premiere: 31.1.2015

Seit Generationen genießt die Kaufmannsfamilie Buddenbrook höchstes Ansehen. Doch der Erfolg verlangt eiserne Disziplin und Opfer von jedem Einzelnen. Nicht das individuelle Wohlergehen zählt, sondern die Verantwortung für die Familie, so lautet die Überzeugung von Familienoberhaupt Konsul Buddenbrook. Nach seinem Tod übernimmt der älteste Sohn Thomas die schwere Aufgabe, die Geschäfte im Sinne des Vaters weiterzuführen und an dessen Erfolge anzuknüpfen. Doch der Verfall der Familie ist nicht mehr aufzuhalten…
Ein bewegendes Familiendrama über das Scheitern, die Suche nach dem Glück und den Konflikt zwischen persönlicher Freiheit und familiären Pflichten.

Inszenierung: Cordula Jung
Bühne: Mark Späth
Kostüme: Sofia Mazzoni

Mit: Angelika Hofstetter, Hannes Liebmann, Andreas Müller, Michael Putschli, Michaela Maxi Schulz, Annett Siegmund, Volker Wackermann, Thomas Weber


Vatertag

Ein Liederabend ohne Mama von David Lenard und Jakob Brenner
Premiere: 13.3.2015

Es ist Vatertag. In einer ominösen Kneipe treffen vier Männer aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Nur eines verbindet sie. An diesem Abend haben sie die Bartänzerin Jaqueline gebucht. Während sie auf ihren Auftritt warten, kommen sie ins Plaudern. Was treibt junge Väter und erfahrene Ehemänner um? Welche Ängste und Sehnsüchte schlummern in ihnen? Zu fortgeschrittener Stunde und einige Getränke später geht es um all das, was den Mann von heute bewegt. Die Vier singen sich den Frust von der Seele und greifen gemeinsam nach den Sternen. – Und dann kommt sie endlich: Jaqueline!
Ein abwechslungsreicher Liederabend voller Komik, Leidenschaft und bekannter Melodien von Kreisler bis Grönemeyer!

Musikalische Leitung und Klavier: Jakob Brenner
Inszenierung: David Lenard
Ausstattung: Mark Späth

Mit: Michael Magel, Andreas Müller, Frank Siebers, Volker Wackermann und Jakob Brenner


Wir alle für immer zusammen

Schauspiel nach dem Roman von Guus Kuijer
für die Bühne bearbeitet von Philippe Besson und Andreas Steudtner
ab 10 Jahren
Premiere: 21.3.2015

Das Leben der elfjährigen Polleke steht Kopf. Papa, ein Dichter, der nicht schreibt, dealt mit Hasch und landet im Knast. Mama hat sich ausgerechnet in Pollekes Lehrer verliebt, der plötzlich im Schlafanzug am Frühstückstisch sitzt. Ihr Freund Mimun darf wegen seiner Religion nicht mehr mit ihr gehen. Nur auf dem Bauernhof der Großeltern hat sie Zeit, über alles nachzudenken.
Eine Geschichte über das turbulente Leben einer Patchwork-Familie und ein starkes Mädchen, das mit kleinen Gedichten und einer großen Portion Tapferkeit seinen Weg durch den Alltag findet – denn irgendwie gehören ja doch alle zusammen!

Inszenierung: Jürg Schlachter
Ausstattung: Sofia Mazzoni

Mit: Simone Fulir, Annett Siegmund, Thomas Webe


Das Produkt

Schauspiel von Mark Ravenhill
Premiere: 9.4.2015 / 20 Uhr / Kaisersaal

Der Produzent James versucht die Schauspielerin Olivia für eine Filmrolle zu begeistern. Sie soll die junge Geschäftsfrau Amy spielen, deren Freund beim Anschlag auf das World Trade Center starb. Doch sie verliebt sich ausgerechnet in den attraktiven Al-Quaida-Kämpfer Mohammed. Als sie sich jedoch als Selbstmordattentäterin im Disneyland Paris in die Luft sprengen soll, verrät sie ihren Geliebten an die Polizei. Mohammed wird verhaftet und im Gefängnis Guantanamo gefoltert. Als Amy im Fernsehen Bilder von seiner Misshandlung sieht, brennen bei ihr alle Sicherungen durch.

Das provokante Satire des englischen Dramatikers Mark Ravenhill zeigt schonungslos die Ängste der westlichen Welt vor dem Islam und deren Eskalation nach dem Attentat vom 11. September 2001.

Inszenierung: Robert Grzywotz


Just so

Musik von George Stiles
Buch von Anthony Drewe
Basierend auf den Geschichten von Rudyard Kipling
Musicalproduktion der Theaterjugend der Altmark
Premiere: 1.5.2015 / 19 Uhr / Großes Haus

Im Familienmusical „Just So“ hat das Nashorn anfangs noch keine Falten, der Elefant keinen Rüssel und der Leopard keine Flecken. Die einzige menschliche Seele ist der älteste Magier, der die Tiere ermutigt, sich auf die Suche nach ihrer Einmaligkeit zu begeben. Dabei übertreibt es die Krabbe, frisst sich durch die Weltmeere und wird unermesslich groß. Ein Elefantenkind macht sich Gedanken, wie die Krabbe gestoppt werden kann. Gemeinsam mit dem Korokorovogel begibt es sich auf die Reise, um die Krabbe zu finden und zu besänftigen. Unterwegs begegnen sie den unterschiedlichsten Artgenossen, die ihnen auch nicht immer wohlgesinnt gegenüber stehen…

Inszenierung: Robert Grzywotz


Traumfrauen - Und ich werde den Kopf nicht hängen lassen

Eine Produktion des Clubs der Experten
Kooperation mit dem Jobcenter Stendal
Premiere: 29. Mai 2015 / 19.30 Uhr / Kleines Haus

Inszenierung: Ludger Lemper, Ulrich Thon

In Kooperation mit dem Jobcenter Stendal startete im September 2014 am Theater der Altmark das Projekt „Traumfrauen – und ich werde den Kopf nicht hängen lassen“. Ziel des Projekts war es, alleinerziehende Langzeitarbeitslose wieder in den Berufsalltag einzugliedern.
Parallel dazu begannen sie im Rahmen der Stendaler Bürgerbühne ein eigenes Stück zu entwickeln. In Anlehnung an Ödön von Horvaths „Kasimir und Karoline“ brachten die Traumfrauen und ein Traummann ein Stück auf die Bühne, in dem sie aus ihrem Leben berichteten. So ist eine Szenen-Collage entstanden, in der jede(r) erzählte, wie er in die Lage der Langzeitarbeitslosigkeit gelangt ist und den „Kopf nicht hängen ließ“.


Frau Müller muss weg

Komödie von Lutz Hübner
Premiere: 16.5.2015 / 19.30 Uhr / Hinterbühne

Die Eltern der Klasse 4 b sind in Aufruhr. Das Übergangszeugnis steht bevor, die Noten der Kinder sind schlecht, der Sprung aufs Gymnasium ist in Gefahr. Für die Eltern ist klar: Lehrerin Müller ist schuld und muss die Klasse abgeben! Am Elternabend soll Frau Müller die Entscheidung mitgeteilt werden. Doch die Lehrerin ist kein leichter Gegner und das Gespräch wird zum Desaster.
Das Erfolgsstück von Lutz Hübner ist eine bitterböse Komödie über den Wahnsinn, der Eltern befallen kann, wenn es um Erziehungsfragen und die erfolgreiche Zukunft der lieben Kleinen geht.

Inszenierung: Julia Heinrichs
Ausstattung: Mark Späth

Mit: Simone Fulir, Angelika Hofstetter, Andreas Müller, Michaela Maxi Schulz, Annett Siegmund, Volker Wackermann


Klamms Krieg

Klassenzimmerstück von Kai Hensel
Premiere: 4.6.2015

Die Schule wird zum Kriegsschauplatz zwischen Lehrer und Schülern: Eigentlich will Lehrer Klamm »Faust« durchnehmen, doch die Schüler streiken. Sie lehnen sich auf gegen den Lehrer, der ihrer Meinung nach schuld ist am Selbstmord eines Mitschülers. Nur ein Punkt hätte ihm zum Bestehen der Abiturprüfung gefehlt, und den hatte Klamm ihm verwehrt. Nun ist er tot, zerbrochen an Leistungsdruck und Versagensängsten. Klamm verteidigt seinen hohen Leistungsanspruch und stößt auf Ablehnung. Er kämpft gegen die Klasse, die allzu gleichgültigen Kollegen, das Schulsystem, die Faulheit der Schüler. »Schule ist Zwang«, sagt Klamm, »und Lehrer wie Schüler verdanken diesem Zwang ihre gemeinsame Existenz«. Das Stück regt Schüler und Lehrer dazu an, über das System Schule und das Thema Leistungsdruck nachzudenken und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Inszenierung: Cordula Jung


Neue Eltern für Julia !?

Eine Produktion der Minimärker
Stückentwicklung
Premiere: 5.6.2015 / 17 Uhr / Rangfoyer

„Ihr seid die gemeinsten Eltern der Welt“ ruft Julia und rennt wütend in ihr Zimmer. Zum Glück gibt es da den Zauberer Merlin, der unter ihrem Bett wohnt und dem sie ihre Sorgen anvertrauen kann. Gemeinsam begeben sich die beiden auf die Suche nach neuen Eltern für Julia - und stellen fest, dass auch andere Familien nicht perfekt sind...! Die jüngsten Spielclubteilnehmer des TdA, die Minimärker haben sich eigene Geschichten zum Spielzeitmotto „Familien“ ausgedacht und zeigen hier ihr selbst erfundenes Theaterstück.

Inszenierung: Simone Fulir


Sein oder Nichtsein

Komödie von Nick Whitby
Eine Produktion der Junggebliebenen Altmärker
Premiere: 5.6.2015 / 19.30 Uhr / Kleines Haus

Das Schauspielerpaar Josef und Maria stehen mit ihrem Ensemble kurz vor einer Premiere am Warschauer Polski Theater. Doch die geplante Nazi-Satire wird auf Grund des Kriegsbeginns 1939 verboten und das Theater geschlossen. Die Schauspieler haben zwar ihre Arbeit verloren, aber nicht die Fähigkeit in andere Rollen zu schlüpfen. So kommen sie auf eine geniale Idee. Sie helfen, einen feindlichen Spion zu entlarven und verwandeln das Theater kurzerhand in ein Gestapohauptquartier. Eine schwarze Komödie über den Mut der Polen im Zweiten Weltkrieg.

Inszenierung: Robert Grzywotz


Elternfreie Zone

Eine Produktion der Jungmärker
Stückentwicklung
Premiere: 19.6.2015 / 18 Uhr / Kleines Haus

Die Kinder und Jugendlichen aus Sommerfeld wissen, was sie wollen: Schulfrei, Partys, Süßigkeiten und Videospiele ohne Ende - kurz gesagt alles, was die Eltern verbieten. Kein Problem, denn in der Schlossruine nebenan wohnt eine schwarze Magierin, deren Plan es ist, die Welt von allen Erwachsenen zu befreien. Gesagt - getan - der Spaß kann beginnen. - Oder?
Die Jungmärker haben sich die Frage gestellt, wie das Leben ohne Familie aussähe, eigene Rollen ausgedacht und drauf los improvisiert. Daraus entwickelte sich eine  zauberhaft-actionreiche Komödie zum Nachdenken und Schmunzeln für die ganze Familie.

Inszenierung: Simone Fulir


Männerhort

Komödie von Kristof Magnusson
Premiere: 20.6.2015 / 20.30 Uhr / Gerberhof

Samstagvormittag im Einkaufszentrum. Frauen im Kaufrausch, Männer am Rande des Nervenzusammenbruchs. Helmut, Eroll und Lars machen da nicht mehr mit und flüchten in ihr geheimes Versteck im Kaufhauskeller. Dort verbringen sie den Vormittag nach ihrem Geschmack und diskutieren über ihre Frauen, die Liebe und das Leben. Als Feuerwehrmann
Mario die Drei entdeckt und droht, sie auffliegen zu lassen, müssen sie ihn wohl oder übel im Männerhort aufnehmen. Eine verrückte Wette bringt schließlich nicht nur die Männerfreundschaft ins Wanken, sondern gefährdet auch die Beziehungen der Freunde zu ihren Frauen. Jetzt müssen sie zeigen, was neben aufgesetztem Machogehabe Gutes in ihnen steckt!

Inszenierung: Yaron Goldstein
Ausstattung: Sofia Mazzoni

Mit: Fabian Feder, Michael Magel, Maik Rogge, Thomas Weber


Super, Family!

Eine Produktion des Clubs der naiven Entdecker
Stückentwicklung
Premiere: 2.7.2015 / 17 Uhr / Kunstplatte

Wer gehört alles zu einer Familie? Was macht sie aus? Wie ist das bei dir? Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten gibt es? Diesen Fragen widmete sich seit September der Club der naiven Entdecker. In der Stückentwicklung entstand eine abwechslungsreiche Collage aus kurzen, teilweise skurrilen Szenen und filmischen Sequenzen. Die Spieler sind zwischen 12 und 14 Jahre alt und entdeckten auf diese Weise das Theaterspielen. Mit einfachen und kreativen Mitteln erzählen sie, was Familie kann: Sich stützen, einander ertragen, lieb haben, aber auch enttäuschen müssen.
Das Projekt »Der Club der naiven Entdecker« wird gefördert durch »Wege ins Theater!«, das Förderprogramm der »ASSITEJ« im Rahmen von »Kultur macht stark! Bündnisse für Bildung«.

Inszenierung: Louis Villinger


Let the Sun shine 2

Konzert des Theaterchors der Altmark und des Hochschulchors der Hochschule Magdeburg/Stendal
Premiere: 18.7.2015 / 19.30 Uhr / Kleines Haus

Gemeinsam mit dem Stendaler Hochschulchor lud der Theaterchor der Altmark in der Spielzeit 2014/15 zu zwei Konzerten mit Chormusik aus Musical und Film ein.
Theaterpädagoge Robert Grzywotz leitet seit vielen Jahren den in die Musiktheaterproduktionen eingebundenen Theaterchor und seit letztem Herbst auch den Hochschulchor. Nun gab es erstmals ein gemeinsames Konzert. Unter dem Titel „Let The Sun Shine 2“ wurden Chorstücke aus bekannten Musicals präsentiert. Robert Grzywotz meint: „Es gibt so viele schöne Chöre in den Musicals, die oft nur im Hintergrund stehen. Wir können nun schon ein ganzes zweites Konzert damit füllen. Die Zuhörer werden staunen, wie reich dieser musikalische Schatz ist“.
Ausgewählt hatte der Chorleiter Stücke aus Musicals wie Anatevka, Hair, Cats, Chicago, Phantom der Oper, West Side Story, Tanz der Vampire und anderen beliebten Musicals. Robert Grzywotz leitete und moderierte das Konzert. Am Klavier wurden die beiden Chöre von Haesung Lee von der Musik- und Kunstschule Stendal begleitet.

Leitung: Robert Grzywotz


Romeo und Julia

Tragödie von William Shakespeare
Deutsch von Frank Günther
Sommertheater in der Klosterruine Arendsee
Premiere: 18.7.2015 / 20 Uhr / Kloster Arendsee

Die beiden veronesischen Familien Montague und Capulet sind seit Generationen verfeindet. Als die Capulets einen glamourösen Maskenball geben, mischt sich auch Romeo Montague unter die Gäste. Und dann treffen sie aufeinander: Romeo und Julia. Die Zeit steht still, für einen Moment scheint alles möglich. Doch das tragische Schicksal nimmt seinen Lauf…

Shakespeare erschafft in seiner Tragödie das berühmteste Liebespaar der Welt und erzählt zugleich wie jugendlicher Übermut und erwachsene Missgunst in Gewalt und Hass umschlagen können. Das Theater der Altmark zeigt die Inszenierung von David Lenard mit heiteren und temporeichen Szenen im wunderschönen Ambiente der Klosterruine Arendsee.

Inszenierung: David Lenard


FamilienBande

Eine Produktion des Clubs der Andersbegabten
Stückentwicklung
Premiere: 22.7.2015 / 18 Uhr / Rangfoyer

Schulstress, Streit unter Ehepartnern und Teenager, die zu lange das Bad belegen... Szenen aus dem Familienalltag, die so oder so ähnlich wohl jeder schon einmal erlebt hat. Unter der Leitung von Louis Villinger entwickelte der Club der Andersbegabten ein Stück, in dem jeder Teilnehmer, ausgehend von eigenen Erlebnissen und individuellen Stärken, seine Version von Familie einbringen konnte. Dabei wird es mal laut, mal dramatisch, aber auch absurd und lustig.
Der Club der Andersbegabten ist ein Kooperationsprojekt des TdA mit der Chausseehaus gGmbH.

Inszenierung: Louis Villinger

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