Schauspiel von Friedrich Schiller
Als Rivalinnen wider Willen geraten zwei Königinnen in einen tödlichen Reigen aus Macht, Eifersucht, Politik und Intrige.
Maria Stuart und Elisabeth I., zwei Königinnen, zwei Herrscherinnen und doch nicht Herrinnen ihres Schicksals. Als Maria des Mordes an ihrem Ehemann verdächtigt wird, muss sie aus Schottland fliehen. Bei Elisabeth, Königin von England, findet sie Asyl, aber keinen Frieden. Für die protestantische Elisabeth ist die Katholikin Maria nicht nur aufgrund ihres Glaubens eine Provokation. Denn Maria gilt in den Augen der europäischen Fürstenöffentlichkeit als die legitime Erbin des englischen Thrones und ihr Standesbewusstsein verbietet es ihr, auf diesen Anspruch zu verzichten. Elisabeth lässt die Rivalin wegsperren, sie hinzurichten wagt sie nicht. Zu groß wäre der Frevel des Königinnenmordes. All ihrer Mittel beraubt, bleibt Maria immer noch der Glanz ihres Titels – und ihre Schönheit. Hinter Elisabeths Rücken buhlen einflussreiche Männer um die Gunst der Gefangenen. Immer verwickelter treiben die Verschwörer ihre Intrigen voran, bis in offener Rebellion alle Masken fallen und Elisabeth ihre Entscheidung überdenken muss.
Fast wie einen Politthriller präsentiert Friedrich Schiller den Machtkampf der beiden Regentinnen. Doch in der spannungsgeladenen Dramaturgie des Stückes wird erkennbar, wie schnell aus Institutionen, die eine Gesellschaft stützen – seien es Macht, Religion oder anerkannte Moralgrundsätze – Zwänge werden, die Menschen entfremden können.
Premiere: Sa 16.1.2027 / Kammerbühne / Preisgruppe A
Regie: Annekatrin Schuch-Greiff
Ausstattung: Esther Dandani (Kostüm), Mark Späth (Bühne)
Kammerbühne
Bei ausgewählten Produktionen gestalten wir das Große Haus zu einer Spielstätte um, die Publikum und Schauspiel näher zusammenbringt. So erleben Sie Theater auf der großen Bühne aus der Kammerspielperspektive.