Schauspiel von Sasha Marianna Salzmann
Lieber einen Verwandtendwm gekränkt, als einen Streit verschenkt.
Lin, Clara, Rahel – Mutter, Tochter, Enkeltochter – drei Frauen, drei jüdische Generationen in Deutschland. Was sie auf den ersten Blick miteinander verbindet, trennt sie auch zugleich. Denn jede von ihnen hat ihre eigenen Erfahrungen und ihre eigenen Ansichten darüber, was es heißt, eine jüdische Frau in Deutschland zu sein: Lin, die den Holocaust überlebte und als linientreue Kommunistin in der DDR das bessere Deutschland aufbauen wollte; Clara, die mit Religion und Ideologie gebrochen hat, um das Trauma ihrer Mutter hinter sich zu lassen und Rahel, die vor allem eines sucht: Zugehörigkeit. Mit scharfzüngigem Witz und Ironie fallen die drei übereinander her. Im Grunde nichts als Turnübungen, denn je mehr sie sprechen, desto weniger sagen sie. Bis sich doch ab und an der Sturm der vielen Worte abrupt in hellsichtigen Wahrheiten entlädt. Mutter, Tochter, Enkeltochter, eine ewige Geschichte, die immer wieder plötzlich aufhört und immer wieder auf wundersame Weise anfängt.

»Muttersprache Mameloschn« von Sasha Marianna Salzmann ist vielleicht keine Komödie, aber es zeigt drei Frauen, die alles daransetzen, ihr Leben zu einer solchen zu machen. Das ist meistens urkomisch und unterhaltsam, aber im richtigen Moment ernst und berührend.
Wir stellen für alle Stücke, die als Schulvorstellungen angeboten werden, Materialmappen zur Vor- oder Nachbereitung als Download zur Verfügung. Darin finden Sie theaterpädagogisches Begleitmaterial, Materialien zur Entstehung der Inszenierung, wie auch dramaturgische Hintergrundinformationen.
Das Stück MUTTERSPRACHE MAMELOSCHN ist gemeinsam mit dem Stück SCHWIMMEN LERNEN als Buch im Verlag der Autoren erschienen (ISBN 978-3-88661-359-5).
Volksstimme | 27. Januar 2026 | Berit Boetzer
»Die Premiere von ›Muttersprache Mameloschn‹ in der Reihe ›Denken ohne Geländer‹ war äußerst gelungen. Nach knapp 90 Minuten, die volle Aufmerksamkeit fordern, war der lange Beifall mehr als berechtigt. Wer einen gefühlsintensiven Theaterabend erleben möchte, der sollte diese Stück unbedingt ansehen. Am Ende bleibt die Frage: Wie kann ich mich von Familie lösen? Die Antwort ist recht simpel: Vielleicht gar nicht.«
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