Premiere: 12.9.2020 / 19.30 Uhr / Marienkirche
Wichtiger Hinweis: Da es in Sakralbauten ziemlich frisch werden kann, empfehlen wir, eine Jacke mitzubringen.


Das Eine oder das Andere? Manchmal spaltet sich das Leben im Bruchteil einer Sekunde in zwei Hälften. Eine Entscheidung. Trotz allem getroffen.

Lot Vekemans gibt in ihrem Monolog dem Mann eine Stimme, dessen Name zum Synonym für Verrat geworden ist, der die jahrhundertelange Schmähung der ganzen Welt erduldet hat und ohne den das Christentum nicht zu einer der großen Weltreligionen geworden wäre: Judas Iskariot.

Kennen wir die ganze Wahrheit? In jedem Zeitalter gibt es Spekulationen über Judas meist egoistische Motive, doch ließe sich die Geschichte nicht auch anders erzählen? Als Freundschaftsdienst, der Jesus half, sein Schicksal zu erfüllen: zu sterben und damit unsterblich zu werden. Musste der Messias nicht verraten werden, um die göttliche Prophezeiung zu erfüllen? War alles Vorbestimmung oder doch freier Wille oder gar eine Verkettung unglücklicher Zufälle?

Judas spricht und gibt Einblicke auf das Geschehen von damals aus seiner Sicht. In einer selbst inszenierten Show begeht er einen letzten Versuch, seine Tat wieder auf ein menschliches Maß zurück zu bringen und sein Publikum dahin zu führen, wo es lieber nicht sein möchte: zu dem Judas in sich selbst.

»Ich denke, es gibt bei uns eine einseitige Richtung des Blicks auf die Helden, auf das, was wir als größer und höher und besser erachten, als wir es selbst sind. Wir lieben es, zu verehren, so wie wir es lieben, verehrt zu werden. Aber in beiden Fällen gibt man seine Macht an jemand anderen ab. Judas wird von Menschen verhöhnt, damit sie ihre eigenen Seelen reinwaschen. Es ist auffällig, dass in Porträts, die über die Jahrhunderte entstanden sind, Judas immer hässlicher und böser dargestellt wurde.« Lot Vekemans

Inszenierung: Wolf E. Rahlfs
Bühne & Kostüme: Sofia Mazzoni
Dramaturgie: Cordula Jung

Judas: Alice Katharina Schmidt

Judas
»JUDAS« von Lot Vekemans,
Deutsch von Eva M. Pieper und Christine Bais,
ist auch als eBook erschienen. Über die Website www.textbuehne.eu können Sie das Theaterstück in diversen Online-Shops bestellen.

Galerie

TdA SZ 20-21 Judas Foto Nilz Bhme 01
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Pressestimmen

»Alice Katharina Schmidt ist ein unglaublich starker Judas. Sie ist facettenreich, beherrscht die leisen wie die lauten Töne. Wirkt verletzlich, abgebrüht und aufgewühlt. Das Publikum hängt an ihren Lippen.«
Volksstimme

Termine & Karten

Fr 02.10.
19:30 Uhr / Marienkirche
So 04.10.
18:00 Uhr / Marienkirche
Fr 09.10.
19:30 Uhr / Marienkirche
Sa 10.10.
19:30 Uhr / Marienkirche
So 11.10.
18:00 Uhr / Marienkirche
Sa 07.11.
17:00 Uhr / Abstecher sonst.
Karten am Gastspielort
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