Wiederaufnahme: 17.9.2019 / 10 Uhr / Rangfoyer

»Ich werde niemals sagen können, was ich denke. Ich werde immer lügen müssen. Und ich werde immer anecken.« Andreas

Rostock, August 1989: Hanna und Andreas schwimmen um ihr Leben, um ein Leben in Freiheit. Weg von der DDR, raus in die Ostsee gen Westen. Jeder Schwimmzug ein Befreiungsschlag. Wer kein treuer Staatsbürger ist, wird bestraft. Arbeiten im Dieselmotorenwerk, kein Abitur, kein Studium. Die letzte Chance, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, ist die Flucht über das Meer. Das bedeutet für die beiden Jugendlichen: 50 Kilometer Ostsee hinter sich bringen. Hanna ist Leistungsschwimmerin und hat für diesen Tag trainiert. Sie kennt die Gefahren des Wassers. Sie weiß, wie man den Körper im eiskalten Meer warm hält, was zu tun ist, wenn das Bein vor Anstrengung krampft und der Wille zum Weiterschwimmen fast gebrochen ist. Doch was tun, wenn man nicht einschlafen darf, das Trinkwasser knapp ist und der Hunger unerträglich wird? Und wie bewältigt der ungeübtere Andreas die Strapazen der Flucht?
Nur ein dünnes Seil am Handgelenk verbindet die beiden miteinander und bewahrt sie vor der Einsamkeit. Während sie schwimmen, erinnern sie sich an ihr Leben in der DDR: an die Schule als Ort der Repression, an die Zeit im Jugendwerkhof, aber auch an die schönen Erlebnisse mit Freund Sachsen-Jensi, der immer einen Witz parat hatte.

Glaubwürdig erzählt »Jenseits der blauen Grenze« auf dramatische und humorvolle Weise zugleich von einer DDR-Jugend zwischen Resignation und Aufmüpfigkeit, von Freundschaft und Anarchie und der Verantwortung, die das Erwachsenwerden mit sich bringt. Der Roman war für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2015 nominiert.

Inszenierung: Louis Villinger
Bühne & Kostüme: Mark Späth
Musikalische Einrichtung: Andreas Dziuk
Video: Max Kupfer
Dramaturgie: Cordula Jung

Andreas / Opa / Direktor / Frau Thiel / Spitzbart: Ole Xylander | Hanna / Frau Thiel / Intershop-Verkäuferin / Westblondine: Caroline Pischel | Jens / Opa / Hannas Vater / Direktor / Frau Thiel / Intershop-Verkäuferin / Andreas Vater: Andreas Schulz

VIDEO



Interview mit Regisseur Louis Villinger

Jenseits der blauen Grenze

Galerie

Jenseits-der-blauen-Grenze-01
Jenseits-der-blauen-Grenze-02
Jenseits-der-blauen-Grenze-03
Jenseits-der-blauen-Grenze-04
Jenseits-der-blauen-Grenze-05
Jenseits-der-blauen-Grenze-06
Jenseits-der-blauen-Grenze-07
Jenseits-der-blauen-Grenze-08
Jenseits-der-blauen-Grenze-09
Jenseits-der-blauen-Grenze-10
Jenseits-der-blauen-Grenze-11
Jenseits-der-blauen-Grenze-12
Jenseits-der-blauen-Grenze

Pressestimmen

»Regisseur Louis Villinger wiederum hat das Stück in eine bewegende, aber auch humorvolle Inszenierung verwandelt, die das Publikum anderthalb Stunden lang fesselt. Dimitrij Breuer, Caroline Pischel und Andreas Schulz sind Andreas, Hanna und Jens. In diesen Rollen strahlen sie eine mitreißende Natürlichkeit aus. […] ›Jenseits der blauen Grenze‹ richtet sich besonders an das junge Publikum, was natürlich nicht bedeutet, dass es nicht ebenso ältere Zuschauer begeistert. Es ist ein beeindruckendes Stück, eine großartige Inszenierung.«
Volksstimme

Termine & Karten

Di 17.09.
10:00 Uhr / Rangfoyer
Schulvorstellung
So 29.09.
18:00 Uhr / Rangfoyer
Mi 06.11.
10:00 Uhr / Rangfoyer
Schulvorstellung
Do 07.11.
10:00 Uhr / Rangfoyer
Schulvorstellung
Sa 09.11.
19:30 Uhr / Rangfoyer
Fr 22.11.
19:30 Uhr / Rangfoyer
Mo 25.11.
10:00 Uhr / Rangfoyer
Schulvorstellung


Jahr 2020

Do 20.02.
19:00 Uhr / Abstecher sonst.
Karten am Gastspielort
Fr 21.02.
09:30 Uhr / Abstecher sonst.
Karten am Gastspielort
Kontakt aufnehmen
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok