»Jemand musste Josef K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet.«

Ausgerechnet am Morgen seines 30. Geburtstages beginnt für den Prokuristen Josef K. die Verwicklung in einen seltsamen Gerichtsprozess. Zum einen kann er sich nicht erinnern, ein Vergehen begangen oder ein Gesetz gebrochen zu haben. Zum anderen gleicht dieses Gericht in nichts einer nach den Maßstäben der Vernunft eingerichteten Rechtsinstitution, vielmehr scheint seine Vorgehensweise willkürlich und kaum zu durchschauen. Unklar ist, von wem K. angeklagt wurde und welche Behörde das Verfahren führt. Und ob es sich bei den Männern, die K. in seinem Pensionszimmer aufsuchen und über seine Verhaftung informieren, überhaupt um Beamte handelt, ist fragwürdig. Zwar ist K. nun verhaftet, wird aber nicht weiter daran gehindert, seinen alltäglichen Geschäften nachzugehen. Auch der Fortgang seines Prozesses ist eigentümlich. So kommt es nie zu einer wirklichen Anklage, das Verhör durch den Untersuchungsrichter fällt inhaltslos aus und endet in einem Eklat. Trotz dieser Seltsamkeiten handelt es sich bei dem Gericht um eine – was K. bisher entgangen ist – wohlbekannte Instanz, deren weitverzweigter Apparat allgegenwärtig zu sein scheint.

Die Romane und Erzählungen Franz Kafkas beschreiben in glasklarer Sprache eine geheimnisvolle Welt. Der Roman »Der Prozess« und die darin enthaltene Parabel »Vor dem Gesetz« gehören zu den bekanntesten Texten des Prager Versicherungsjuristen. Hier wird der absurde bürokratische Akt zum Sinnbild für die Suche nach Erkenntnis, aber auch für das Leben in der modernen Welt, bestimmt von kleinteiligen Machtstrukturen und vielfältigen Schuldkomplexen.

 

Inszenierung: Jochen Gehle
Bühne & Kostüme: Mark Späth
Dramaturgie: Tristan Benzmüller

Josef K.: Sebastian Hammer
Lili / Fräulein Bürstner / Wäscherin / Leni / Prügler: Kathrin Berg
Frau Grubach / Direktor-Stellvertreter / Richter / Onkel / Titorelli / Geistlicher 1: Hannes Liebmann
Aufseher / Gerichtsdiener / Advokat / Geistlicher 2: Matthias Hinz
Franz / 3,5 Hausbewohner / Student / Angeklagter / Block / Mädchen / Henker: Paul Worms
Willem / 3,5 Hausbewohner / Angeklagter / Block / Mädchen / Henker: Daniel Schmidt

 

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Der Prozess

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Pressestimmen

Sebastian Hammer kann in seiner Rolle als Josef K. ebenso überzeugen. In seiner Mimik steckt die gesamte Bandbreite der komplexen Emotionen der Hauptfigur. Seine Monologe sind kraftvoll und spätestens, wenn er beginnt, die Zuschauer zu beschuldigen, wird das Publikuum in die wirre Welt des Stücks hineingezogen. [...] »Der Prozess« bietet Futter für den Verstand. Wer sich darauf einlässt, wird gefordert. (Volksstimme)

Termine & Karten



Jahr 2022

Sa 08.01.
19:30 Uhr / Lagerhalle
Di 25.01.
19:30 Uhr / Theater Itzehoe
Karten am Gastspielort
Di 22.02.
19:30 Uhr / Theater im Schlossgarten Arnstadt
Karten am Gastspielort
Sa 05.03.
19:30 Uhr / Lagerhalle
So 13.03.
18:00 Uhr / Lagerhalle
Do 31.03.
19:30 Uhr / Lagerhalle
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