»Hören Sie auf zu schreien, Großmutter, schlagen Sie lieber.«

Wie kommt der Krieg ins Kind und wie kommt er da wieder raus?

Es ist Krieg. Das Leben in den Städten ist gefährlich, Bombenangriffe drohen. Eine junge Mutter bringt ihre beiden Söhne, Zwillinge, zur Großmutter aufs Land. Alte Hexe nennen die Leute sie. Sie nennt ihre Enkel Hundesöhne, schlägt sie, schickt sie zur Arbeit aufs Feld. Das Essen ist spärlich, zum Schlafen dient die Küchenbank. Aber die Zwillinge schlagen zurück. Nicht die alte Frau. Sondern sich. Ihre Übungen machen nennen sie das. Sie üben sich im Schmerz-Aushalten, in der Geduld, der Unerbittlichkeit, im Rechnen und Schreiben. Die Erlebnisse des Tages notieren sie in einem großen Heft, das sie dem Buchhändler durch kühne Beharrlichkeit abgeschwatzt haben. Oberstes Gebot all ihrer Übungen ist, jegliche Sentimentalität in sich abzutöten. Und so verfassen sie auch ihre Einträge: genau, präzise, aber nicht ohne Gespür für hintersinnige Komik. Am Ende überleben die Zwillinge den Krieg und die Besatzung in einem gottähnlichen Zustand, in dem Güte und Grausamkeit kaum noch voneinander zu unterscheiden sind.

 

 

Der Roman »Das große Heft« der ungarischen Autorin Ágota Kristóf ist eine der eindringlichsten und zugleich verstörendsten Auseinandersetzungen mit der Frage, was es heißt, ein Mensch zu sein in Zeiten des totalen Krieges. Er wurde in 40 Sprachen übersetzt, verfilmt und für die Bühne adaptiert.

Premiere: 27.01.2024 / Großes Haus
Aufführungsrechte: Editions du Seuil, Paris
Dauer der Vorstellung: ca. 2 Stunde 10 Minuten mit Pause
Anfragen für den Gastspielverkauf: Cecile Prinz gastspiel@tda-stendal.de
Bild- und Tonaufnahmen während der Aufführung sind nicht gestattet. 

 

Teaser

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Das große Heft
BESETZUNG
Zwilling eins: Susan Ihlenfeld
Zwilling zwei: Lukas Franke
Die Großmutter: Katrin Steinke
Der Einsame: Jules Armana
Der Vater der Zwillinge / Pfarrer / Offizier / Mann in Kneipe / Junge auf Friedhof: Hannes Liebmann
Magd des Pfarrers / Schuster / Frau in Kneipe / Mädchen auf Friedhof / Polizist / Russische Zivilistin: Alexandra Sagurna
Die Mutter der Zwillinge / Hasenschartes Mutter / Frau in Kneipe / Mutter der Kusine / Mädchen auf Friedhof / Arzt: Kerstin Slawek
Patrouille / Hasenscharte / Postbote / Frau in Kneipe / Kusine: Siri Wiedenbusch
Adjutant / Deserteur / Patrouille / Buchhändler / Soldat / Mann in Kneipe / Freund der Kusine / Russischer Soldat: Paul Worms

KÜNSTLERISCHE LEITUNG
Regie: Johanna Schall
Ausstattung: Mark Späth
Musik und Komposition: Elias Weber
Dramaturgie: Roman Kupisch
Video: Christian Kaiser
Regieassistenz: Tim Bessel

TEAM BÜHNE
Inspizienz: Miroslaw Antosik
Hospitanz / Soufflage: Noah Jescheck, Adrian Kajtazi
Hospitanz / Ausstattungsassistenz: Amélie Fries
Maske: Jaclin Kaufmann-Hochmuth
Requisite: Justin Harwardt / Elisabeth Vournazou
Ankleiderin: Gabriele Taulien-Amtenbrink
Technischer Direktor: Andreas Lerch
Theatermeister: Veikko Poitz
Beleuchtungsmeister: Ronald Gehr
Beleuchtungseinrichtung: Christian Beye, Jörg Wendt, Toralf Zaeske
Tonmeister: Ralf Linder
Toneinrichtung: Bernd Elsholz, Enrico Stephan
Werkstattleitung: Steffen Poitz
Kostümwerkstattleitung: Kirstin Versümer
Bühnentechnik: Peter Christeleit, Sebastian Franz, Christian Köppe, David Schleef, Ralf Thalis

Galerie

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