Die Veranstaltungsreihe »Zeit.Zeugen« greift kulturgeschichtliche oder gesellschaftliche Themen auf und knüpft an Veranstaltungsreihen wie die »Interkulturelle Woche« oder »Denken ohne Geländer« an. Eingeladen werden Zeitzeug*innen im weitesten Sinne. Ob sie nun aus erster Hand von historischen Ereignissen berichten können, Expert*innen auf einem bestimmten Wissensgebiet sind oder den Blick für einen gesellschaftlichen Mikrokosmos öffnen – ihre Expertisen stehen im Mittelpunkt. Das Gespräch auf dem Podium wird durch kurze Lesungen ergänzt und lädt alle interessierten Zuschauer*innen zum Mitdiskutieren ein.



Mi 30. März 2022 / 19.30 Uhr / Kaisersaal
Baseballschlägerjahre

Die 90er Jahre waren von tiefgreifenden Transformationserfahrungen geprägt. Für Ostdeutsche bedeutete der Umbruch einerseits neue Hoffnungen, andererseits waren Rassismus, offener Antisemitismus und rechte Gewalt allgegenwärtig. Wie haben Betroffene und junge Menschen diese Zeit erlebt? Wo sind die Kontinuitäten dieser Gewalterfahrungen bis heute sichtbar?

Moderiert wird der Abend von der Journalistin Heike Kleffner, Geschäftsführerin des Bundesverbandes der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt e.V.. Sie ist u.a. Mitherausgeberin der Sammelbände "Fehlender Mindestabstand: Die Coronakrise und die Netzwerke der Demokratiefeinde“ sowie „Extreme Sicherheit: Rechtsradikale in Polizei, Bundeswehr, Justiz und Verfassungsschutz“. Eingeladen hat sie die Soziologin Katharina Warda, die über eigene Rassismuserfahrungen in ihrer Heimatstadt Wernigerode in den Nachwendejahren berichtet, und Antje Arndt, Projektleitung der Mobilen Opferberatung in Sachsen-Anhalt, die etliche Opfer rechter Gewalt begleitet hat. Gemeinsam wollen sie Entwicklungslinien von Rassismus und Antisemitismus bis in die heutige Zeit nachgehen. Nicht nur in Sachsen-Anhalt ist zu beobachten, dass die jungen Schläger von damals heute zu den Protestmarschierenden von Pegida und der Querdenkerszene gehören.

Über Fragen und eigene Erfahrungen zur Nachwendezeit und aktuellen rechten Radikalisierungsprozessen wollen die Expertinnen mit dem Publikum ins Gespräch kommen.

Kostenfreie Karten an der Theaterkasse oder unter 03931 – 63 57 77.



Eine Veranstaltung im Rahmen von »Denken ohne Geländer«.

ZEIT.ZEUGEN

Termine & Karten

Mi 30.03.
19:30 Uhr / Kaisersaal
Freikarten an der Theaterkasse
Do 07.04.
19:30 Uhr / Kleine Markthalle
Freikarten an der Theaterkasse
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