Premiere: 1.9.2018 / 19.30 Uhr / Großes Haus

»Wir waren wie zwei Hälften, die sich wiederfanden. Es war, als wenn Nordkorea und Südkorea ihre Grenzen öffnen und sich wiedervereinigen würden, als wenn Leute, die sich jahrelang nicht sehen durften, wieder zusammenkommen würden.« Der Mann

Eine Frau stellt über ihre Ehe fest: Es gibt keine Liebe zwischen uns. Die Kinder sind aus dem Haus. Es gibt keinen Grund mehr, um bei ihrem Mann zu bleiben. Sie wählt die Einsamkeit statt des Lebens ohne Liebe.
Ein Pfarrer will die regelmäßigen Besuche bei einer Prostituierten einstellen, da er jemanden kennengelernt hat. Eine Frau. Für ihn die natürliche Konsequenz aus einer moralischen Frage. Für sie, die von einer beidseitig tiefen, emotionalen Bindung ausgegangen ist, ein herber Schlag.
Tag für Tag besucht ein Mann seine Frau, die sich an nichts mehr erinnern kann. Weder an ihn, noch an die gemeinsamen Kinder oder die Liebe, die es zwischen ihnen gab. Jedes Treffen verläuft ähnlich. Als Fremder fängt er mit ihr am nächsten Tag wieder von vorne an.

Der französische Autor Joël Pommerat beleuchtet in seinem szenischen Kaleidoskop das zeitlose, immer im Wandel begriffene Sujet der Liebe. Klug und facettenreich webt Pommerat aus alltäglichen Situationen feinsinnige poetische Erzählungen. In unterschiedlichsten Konstellationen lässt er seine Figuren in absurd-abgründigen Szenen für die Liebe kämpfen und an ihr scheitern und stellt damit die Frage: Ist die Liebe vielleicht so unwahrscheinlich wie die Wiedervereinigung der beiden Koreas, oder lohnt es sich, die Hoffnung nicht aufzugeben?

Inszenierung: Cordula Jung
Bühne & Kostüme: Sofia Mazzoni
Musik: Andreas Dziuk
Dramaturgie: Anna Stegherr

Mit: Andreas Dziuk, Jochen Gehle, Helge Gutbrod, Nicole Janze, Andreas Müller, Alice Katharina Schmidt, Michaela Maxi Schulz, Frank Siebers, Barbara Wurster, Ole Xylander

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Die Wiedervereinigung der beiden Koreas

Galerie

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Pressestimmen

»Die rasante Abfolge der verschiedenen Szenen ist eine Herausforderung an die Schauspieler. Sie schlüpfen von einer Rolle in die nächste. In der Stendaler Inszenierung gelingt das den neun Darstellern hervorragend. Die verschiedenen Charaktere wirken nie flach oder eindimensional.«
Volksstimme
»Ein gelungener Einstand in die neue Theaterspielsaison, berechtigt mit anhaltendem herzlichen Beifall bedacht, der allen alteingesessenen wie auch den neu engagierten Mitgliedern des Ensembles und der Regie galt.« Altmark Zeitung

Termine & Karten

So 18.11.
18:00 Uhr / Großes Haus


Jahr 2019

Sa 26.01.
19:30 Uhr / Großes Haus
Do 25.04.
19:30 Uhr / Abstecher sonst.
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